Energie Argumente und Emotionen - Kommission hört Beteiligte zum Thema Naturstromspeicher

Im vollbesetzen Kernersaal stellten sich die Vertreter von Behörden und Ministerien gestern den Fragen der Windkraftgegner. Auch nach Abschluss der Anhörung durch die Kommission gab es noch viel Diskussionsbedarf.
Im vollbesetzen Kernersaal stellten sich die Vertreter von Behörden und Ministerien gestern den Fragen der Windkraftgegner. Auch nach Abschluss der Anhörung durch die Kommission gab es noch viel Diskussionsbedarf. © Foto: Klaus Rieder
KLAUS RIEDER 02.12.2014
Um das Thema Naturstromspeicher ging es am Montag in Gaildorf. Eine Kommission des Petitionsausschusses des Landtages hörte die Beteiligen an. Dabei blieb's. Eine Entscheidung gibt es erst im neuen Jahr.

Mit Spannung war die Sitzung des Petitionsausschusses des Landtages vom 5. November erwartet worden. Dem Gremium lag eine Petition vor, die sich gegen die Genehmigung des Naturstromspeichers Gaildorf durch das Landratsamt in Schwäbisch Hall wendet. Doch eine Entscheidung wurde vertagt. Vielmehr wurde beschlossen, dass eine Kommission des Ausschusses die Beteiligten vor Ort anhören soll.

Am Montag war es nun soweit. Die beiden Landtagsabgeordneten Gernot Gruber (SPD) aus Backnang und Stefan Scheffold (CDU) aus Schwäbisch Gmünd bildeten die Kommission des Ausschusses. Sie gaben den Petenten, den Einsendern der Petition, im sehr gut besuchten Kernersaal der Limpurghalle Gelegenheit, ihre Einwände und Bedenken vorzutragen. Eleonore Krause-Krieger von der Bürgerinitiative "Für Gaildorf" ging dabei zunächst auf die Vorgeschichte ein und formulierte die Bedenken, die aus ihrer Sicht gegen die Genehmigung der Windenergieanlagen sprechen. Sitzungsleiter Gernot Gruber gestattet es, dass auch Zuhörer sich mit Fragen an die einzelnen Vertreter der Fachbehörden wenden - was in dieser Form sonst eher nicht üblich ist. Die Mitarbeiter verschiedener Ämter des Landratsamtes sowie die Vertreter des Regierungspräsidiums Stuttgart und dreier Landesministerien, stellten in ihren Antworten ihre Sicht der Dinge dar. Gruber schaffte es, die Anhörungen und den Austausch der Argumente in einer weitgehend sachlichen Atmosphäre zu halten, obgleich sich mitunter viele Emotionen bei den Windkraftgegnern ihren Weg bahnten und der sehr viel Ruhe ausstrahlende Gruber mehrfach zu Sachlichkeit mahnen musste. Bei den verschiedenen ausführlich behandelten Themenkomplexen standen Lärm- und Artenschutz im Mittelpunkt.

Eleonore Krause-Krieger hatte das letzte Wort. Sie bat Gruber und Scheffold sich beim Petitionsausschuss für ein neues Artenschutzgutachten einzusetzen. Die beiden Abgeordneten werden nun dem Petitionsausschuss berichten, der dann eine Entscheidung trifft - aber erst bei einer seiner nächsten Sitzungen im kommenden Jahr.

Info Die Argumente der Petenten wie auch die Antworten der Behördenvertreter sind Thema eines noch folgenden Beitrages.