Gaildorf Amira und Laura leisten vorzügliche Arbeit

Gaildorf / Brigitte Hofmann 13.02.2018
Der Rinderzuchtverein Gaildorf und seine Mitgliedsbetreibe sind gut im Geschäft. Dafür ernteten sie bei der Mitgliederversammlung Lob und Anerkennung.

Neunundvierzig Mitgliedsbetriebe mit 2623 Kühen verzeichnet der Rinderzuchtverein Gaildorf. Das sind drei Höfe und 43 Kühe weniger als im Jahr zuvor. Statistische Zahlen belegen aber auch, dass es eine ganze Reihe an leistungsstarken Betrieben im Limpurger Land gibt. Wie viel Wertschätzung sie genießen, zeigt sich bei der Mitgliederversammlung im Kernersaal. Vorsitzender Helmut Grau kann fünf Bürgermeister, mit Georg Häckel den Vorsitzenden der Rinderunion Baden-Württemberg (RBW), Amtsleiter Werner Balbach vom Landwirtschaftsamt Ilshofen sowie Vertreter weiterer Institutionen begrüßen.

Jochen König, der Bürgermeister der Gemeinde Eschach, schlug sich in seinem Grußwort auf die Seite der Milchbauern, die den Wandel in der Landwirtschaft mit vielen Herausforderungen zu meistern haben. Dem Verein und seinen Mitgliedern bestätigte er, gut aufgestellt und auch außerberuflich sehr engagiert zu sein.

Staatsschau geplant

Vorsitzender Helmut Grau richtete den Fokus zuerst auf den Milchpreis, der um vier auf 35 Cent fällt. Die Mienen erhellten sich aber schnell, als Bilder von der dreitägigen Lehrfahrt in den Großraum Düsseldorf gezeigt wurden. Nach dem Erfolg beim Floßfest 2014 möchte der Rinderzuchtverein in diesem Jahr erneut eine Staatsschau veranstalten. Ideal wäre Anfang August beim Kohlwaldfest, gab Grau bekannt, wohl wissend, dass das mit Arbeit verbunden ist. Außerdem müssten 40 Fleckviehbetriebe mitmachen, um an Staatspreisgelder zu kommen. Mit der Landjugend Kohlwald ist Grau im Gespräch.

In Vertretung von Jana
Schramm berichtete Laura Kühnle von den Aktivitäten der Jungzüchter. Highlights in diesem Jahr werden wieder das Bowlen im Schenkenseebad, die RBW-Schau in Ilshofen und der Jungzüchtertag in Bad Waldsee sein.

Geschäftsführer Uwe Beißwenger hatte bezüglich der Vereinskasse wenig zu berichten. „Keine Beanstandungen“, versicherte Kassenprüfer Joachim Weber. Vorsitzender Grau stellte die besonderen Verdienste Beißwengers heraus und überraschte ihn mit der Aussage, seit genau zehn Jahren Geschäftsführer zu sein.

Amtsleiter Werner Balbach, zufällig auch seit zehn Jahren im Landwirtschaftsamt tätig, leitete die Entlastung der Vereinsführung und lobte die Arbeit aller Mitglieder. Kritik äußerte er dahingehend, dass die Ausgleichszahlungen im Landkreis Hall und auch im Ostalbkreis gestrichen seien. Für die betroffenen Betriebe bedeute dies einen Verlust von 5000 bis 10 000 Euro im Jahr.

Häckel verabschiedet sich

Zehn Jahre im Amt ist auch Georg Häckel. Weil er ausscheidet, nutzte er den Anlass, um sich von den hiesigen Züchtern zu verabschieden. Stefanie Nübel, Fachbereich Tierische Produktion im Landwirtschaftsamt, tischte jede Menge Zahlen aus dem Prüfungsjahr 2017 auf und verteilte Plaketten für herausragende Leistungen in den Kuhställen. Und zum Abschluss stellte Zuchtleiterassistent Michael Schmidt eine Fülle von Daten der besten Bullen und Zuchtkühe im Bereich der RBW vor.

100 000 kg Milch in einem Kuhleben

Umsatz 469 Bullenkälber, 25 Jungkühe, 75 Kuhkälber und sieben Jungbullen haben 2017 den Besitzer gewechselt. Damit ließen sich 286 460 Euro erzielen. Den vom Verein ausgelobten Management-Award 2017 erhielten die Betriebe Heiko Fritz (Sittenhardt), Kurt Schneider (Schlossschmiedelfeld), Hugo Feil (Mittelbronn), Harald Sanwald (Kemnaten) und Gerhard Hägele (Schönbronn).

Leistung Die besten Durchschnittsleistungen ihres Fleckviehbestands erreichten die Betriebe von Gerhard Hägele (Schönbronn), Matthias Rost (Gschwend), Bernd Kühnle (Mittelrot), Ewald und Steffen Kübler (Glashofen), Heinz Hagel (Eisenschmiede), Tobias Fischer (Mittelrot und  Kurt Schneider (Schlossschmiedelfeld). Die höchsten Jahresleistungen nach Fett und Eiweiß/kg verzeichneten Kühe der Höfe Kühnle in Mittelrot, Stier in Schönbronn, Ellinger in Reippersberg, Rost in  Gschwend und Kübler in Glashofen.

Auszeichnung Für seine Milchkuh Laura, deren Lebensleitung bei mehr als 100 000 Kilogramm liegt, erhielt Heiko Fritz aus Sittenhardt ein künstlerisches Ebenbild seine Kuh in kleinerem Format. Eine ebensolche Auszeichnung wartet auf Familie Wieland in Oberrot für ihre Kuh Amira.

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