Zeugnisse Alle haben bestanden

Oberrot / Andreas Balko 14.07.2018

Zwölf Schülerinnen und Schüler der Grund- und Werkrealschule Fichtenberg feierten am Donnerstag zusammen mit Familien und Lehrern ihren Abschluss in der Kultur- und Festhalle Oberrot. Mit ihrer jeweiligen Lieblingsmusik waren die Jugendlichen unter tosendem Beifall einzeln in die Halle eingezogen.
Obwohl im Vorfeld die Abschlussfeier auf wackligen Füßen gestanden hatte, stellten die Jungs und Mädchen ein beachtliches und kurzweiliges Programm auf die Beine. Eine Diashow ließ die vergangenen drei Jahre Revue passieren. Die Jugendlichen führten einen Sketch auf, veranstalteten mit Lehrern ein Quiz, ein Konzentrations- und Geschicklichkeitsspiel, sowie eine Wasser-Chal­lenge. Außerdem hatten sie die Schulband engagiert, die das Publikum zu begeistern wusste. Für Speis und Trank war auch bestens gesorgt.

„Die Chancen stehen gut“

Oberrots Bürgermeister Daniel Bullinger blickte zurück auf das Jahr, in dem die Absolventen in die Schule gekommen sind. Und er blickte voraus auf das bevorstehende Arbeitsleben der Schulabgänger, das vielleicht bis zum 70. Lebensjahr oder länger gehen wird. „Die beruflichen Chancen stehen gut“, davon ist er überzeugt. In vielen Branchen würden Arbeitskräfte gesucht. „Wer heute fleißig und lernfähig ist und das Herz am rechten Fleck hat, dem steht alles offen.“ Den Eltern dankte er für das Vertrauen, das sie mit der Schulwahl in die Bildungseinrichtung gesetzt haben, und er versicherte: „Bei den beiden Schulen in Oberrot und Fichtenberg sind die Schülerinnen und Schüler keine Nummern.“

Petra Wühr als Elternbeiratsvorsitzende meinte in ihrem Grußwort mit Blick auf die Lehrerschaft: „Es war sicherlich nicht immer leicht, die Kinder auszuhalten, aber alle Anstrengungen haben sich ausgezahlt.“ Heike Weller, Elternvertreterin der Abschlussklasse, bilanzierte kritisch, dass die Klasse bis zum Schluss keine echte Klassengemeinschaft geworden sei. Dies führte sie da­rauf zurück, dass im Lauf der Jahre immer wieder Schüler die Klasse verließen und andere dazukamen. Doch gebe es durchaus Grund zum Feiern, denn: „Einen Abschluss habt ihr alle in der Tasche.“ Gizem Gürbeden und Kimberly Rübel dankten im Namen der Abschlussklasse den Lehrerinnen und Lehrern aus Oberrot und Fichtenberg in herzlichen Worten und mit kleinen Aufmerksamkeiten für deren Einsatz. Ein besonderer Dank ging an Klassenlehrer Björn Jäger und an Schulsekretärin Hannelore Tschampa.

Andreas Haller, seines Zeichens kommissarischer Schulleiter, freute sich, dass alle Prüflinge bestanden haben. Der Gesamtdurchschnitt beträgt 2,8. Die beste Absolventin ist Gizem Gürbeden mit einem Schnitt von 2,1. Haller betonte, dass der Wert eines Menschen nicht von seinen Schulnoten abhängt. „Die menschlichen Qualitäten sind entscheidend“, hob er hervor.

In besonderer Weise dankte er den beiden Bürgermeistern Daniel Bullinger aus Oberrot und Roland Miola aus Fichtenberg, dass sie sich so sehr für den Erhalt der Schulen in Oberrot und Fichtenberg einsetzen. Beide Kommunen betreiben die Werkrealschule in einem Schulverbund. Die Klassen fünf und sechs sind in Oberrot angesiedelt, während die Schülerinnen und Schüler vom siebten bis zum neunten Schuljahr in Fichtenberg zur Schule gehen.

Gerade kleinere Schulen mit überschaubaren Schülerzahlen ermöglichen den Aufbau persönlicher Beziehungen zwischen Lehrern und Schülern, die für den Schulerfolg wichtig sind. So stellte Andreas Haller rückblickend mit einem Schmunzeln fest: „Es war nicht immer einfach. Aber wir haben uns immer wieder zusammengerauft!“

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