Ferienprogramm Afrikanische Tradition lebt auf

Das Trommeln in der Gruppe bereitet sichtlich Spaß. Die Aktion ist der Beitrag des Fördervereins Kinder und Jugend in Fichtenberg zum diesjährigen Ferienprogramm.
Das Trommeln in der Gruppe bereitet sichtlich Spaß. Die Aktion ist der Beitrag des Fördervereins Kinder und Jugend in Fichtenberg zum diesjährigen Ferienprogramm. © Foto: Brigitte Hofmann
Fichtenberg / Brigitte Hofmann 01.09.2018

Sieben Kinder hatten sich für den Trommelworkshop im Rahmen des Fichtenberger Ferienprogramms angemeldet, neun waren da. So wurde der Stuhlkreis im Schulhof ein bisschen größer, und zu den Djemben gesellten sich zwei Basstrommeln hinzu. Die verbreiten zwar einen etwas anderen Klang, doch das tat nichts zur Sache. „Drei, vier, und …“, rief Trommellehrer Harry Metzler in die Runde, und dann flogen auch schon die Hände hoch und runter. „Die Trommel ein bisschen schräg halten und immer mit der ganzen Handfläche schlagen“, wies der Lehrer seine Schüler an, die sichtlich Spaß an den ungewöhnlichen Instrumenten hatten.

Die Djembe ist eines der ältesten Musikinstrumente Afrikas. Ihr Rumpf besteht aus einem ausgehöhlten Baumstamm, der aussieht wie ein großer, mit Fell bespannter Kelch. Guinea in Westafrika gilt als Ursprungsland der Djembe. Ob Hochzeit, Taufe, Erntedank oder sonstige Anlässe: Bei der Volksgruppe der Malinke spielt die Djembe eine große Rolle. Das Miteinander beim Musizieren, die Harmonie, die entsteht und verbindet, den Rhythmus erleben, der mitreißt, das alles mache die Faszination des Trommelns aus, schwärmte Harry Metzler aus Weikersheim. Er verstand es prächtig, die Kinder bei Laune zu halten.

„Man hat schnell ein Erfolgserlebnis“, weiß Tatjana Mandara-Barth aus eigener Erfahrung. Sie bildet zusammen mit Ursula Sigmund die Doppelspitze des Fördervereins Kinder und Jugend in Fichtenberg, der für die Aktion verantwortlich zeichnete. Dankenswerterweise hatte Konrad Mandl, der das Ferienprogramm über Jahre hinweg organisiert und betreut hatte, viele Kontakte geknüpft, von denen die Vereine jetzt profitieren. Und kräftig zu trommeln gehört in den Ferien einfach dazu.

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