Mit umfangreichen Vorberatungen hat sich der Technische Ausschuss des Abtsgmünder Gemeinderates am Montagabend befasst. Allein fünf Bebauungspläne standen auf der Tagesordnung. Auch der private Wohnungsbau boomt in Abts­gmünd und einigen Teilorten. So werden in Hohenstadt und in Neubronn jeweils zwei neue Einfamilienhäuser gebaut. Für Neubronn bedeutet dies, dass umgehend der dritte Bauabschnitt des Baugebiets „Berg II“ erschlossen werden muss. Das Areal soll acht Bauplätze umfassen. Der Gemeinderat möchte am Donnerstag abschließend den Bau- und Ausschreibungsbeschluss fassen, damit noch im Dezember die Vergabe der Bauarbeiten erfolgen kann. Bei der Kostenberechnung ohne Grunderwerb geht man derzeit von Ausgaben in Höhe von 506.000 Euro aus.

Für Pommertsweiler wurde die erste Änderung des bereits seit Dezember 1999 rechtskräftigen Bebauungsplanes „Hofwiese VI“ zur finalen Beschlussfassung an den Gemeinderat verwiesen. Hier sollen 15 neue Bauplätze entstehen. Bürgermeister Armin Kiemel signalisierte, dass man mit den letzten Grundstücksverhandlungen nun auf einem guten Weg sei. Ortsvorsteher Egon Ocker mahnte, dann aber auch schnell in die weiteren notwendigen Verfahren einzusteigen. Schließlich gebe es nur noch einen freien Platz und dieser sei bereits reserviert.

Fünf Plätze in Untergröningen

Derzeit gibt es noch fünf gemeindeeigene freie Bauplätze in Untergröningen. Auch Ortsvorsteher Thomas Bacher mahnte in der Sitzung an, dass beim Bebauungsplan „Brunnenhalde III“ nun Nägel mit Köpfen gemacht werden sollten. Der Ausschuss befürwortete die geplante erste Änderung, die Abgrenzungen im östlichen Bereich vorsieht. Dies kann der Gemeinderat morgen im vereinfachten Verfahren ändern. Der Geltungsbereich von „Brunnenhalde III“ umfasst eine Fläche von 4,4 Hektar.

Bisher galt im Gemeinderat die Auffassung, dass man wegen der hohen Kosten für die Erschließung mindestens 15 belastbare Bauplatzkäufer finden müsse. In die Änderung sollen auch Elemente wie freie Dachgestaltung einfließen.

Für den Neubau des Naturrasenplatzes in den Täferwiesen in Abtsgmünd hat das Gremium den Bau- und Ausschreibungsbeschluss vorberaten. Dafür müssen rund eine Million Euro bereitgestellt werden. Die Vergabe der Bauarbeiten ist für Dezember geplant, Baubeginn soll im März 2019 sein.

Zur Beratung stand auch der Bebauungsplan „Ortskern Abts­gmünd, 1. Änderung“. Die Gemeinde hat im Dezember 2017 eine rund 7500 Quadratmeter große und zentral gelegen Fläche im Bereich „Hallgarten“ erworben. Dort wollen die Sozialstation Abtsgmünd eine Fläche von 2000 Quadratmetern und die Stiftung Haus Lindenhof eine Fläche von 2700 Quadratmetern zur Bebauung erwerben. Um beiden eine zügige Realisierung ihrer Vorhaben zu ermöglichen, möchte der Gemeinderat morgen den Bebauungsplan im vereinfachten Verfahren ändern.