Die Veranstaltungen zum Abtsgmünder Wildblumensommer sind wegen der Corona-Pandemie zunächst ausgesetzt. Die „wilden Wiesen“ blühen jedoch trotzdem und können während eines Spaziergangs begutachtet werden. In diesem Jahr kommen weitere Flächen hinzu, etwa in den Täferwiesen und entlang des Kocheraltarmes.

Im Bereich des Freizeitgeländes Täferwiesen wurden vor einigen Wochen insgesamt 18.000 Quadratmeter eingesät, weitere 6000 Quadratmeter entlang des Kocheraltarmes. Dafür hat sich die Gemeinde die Unterstützung von Philipp Gansser geholt, der die Flächen nicht nur gepflügt hat, sondern das Saatgut auch ausbrachte.

Aktion „Bienen-Blüten-Reich“

Zu verdanken ist das Saatgut einem Projekt der Naturkosmetik-Firma Weleda AG und ihrem Engagement für Natur, Insekten und Bienen. Für jedes verkaufte „Bienen-Set“ lässt Weleda einen Quadratmeter Wiese blühen – durch eine Spende an die Aktion „Bienen-Blüten-Reich“ des Vereins Mellifera. Letzterer hat in Abtsgmünd gemeinsam mit der Gemeinde bereits mehrere Wildblumenwiesen angelegt.

Abtsgmünd wurde deshalb Blühpartner, weil dort bereits seit vielen Jahren Wildblumenwiesen angelegt werden, die in anderen Kommunen nun auch immer mehr und mehr zum Trend werden. Doch es gebe Unterschiede zwischen blühenden Blumen und vielfältigen Wiesen, die von Insekten und Vögeln tatsächlich genutzt werden können. In Abtsgmünd sei von Anfang an Wert auf Artenvielfalt, Ökologie und Vernetzung gelegt worden, heißt es dazu in einer Erklärung aus dem Rathaus. Abtsgmünd habe hier als Impulsgeber inzwischen mehrere Preise gewonnen.

Die Blumen, die auf rund 70 Wiesen und Flächen in der Gemeinde bald auf 75.000 Quadratmetern blühen, sind vor allem Pflanzen, wie man sie Jahrhunderte lang auf heimischen Wiesen vorfand. Sie bieten Nahrung sowie Nist- und Rückzugsmöglichkeiten für Insekten und Vögel.