Gschwend Abgesägte Bauern und ein zackiger König

Förster Gottlieb Zimmermann hilft beim Sägen.
Förster Gottlieb Zimmermann hilft beim Sägen. © Foto: kol
Gschwend / Rainer Kollmer 31.08.2018
Kinder basteln auf Einladung von Forst-Außenstelle und Kirchengemeinde ein Wikingerschach.

Das schattige Gelände im Oppenland war wie geschaffen für das spaßig-schweißtreibende Vorhaben. 16 angemeldete Kinder zwischen 8 und 13 Jahren wurden von fünf Forstwirt-Auszubildenden zusammen mit Forstwirt-Meister Klaus Sanwald und Bernd Maier sowie Gottlieb Zimmermann von der Forst-Außenstelle Schwäbisch Gmünd geduldig in das Messen, Sägen und Schmirgeln von hölzernen Spielfiguren eingewiesen. Neben einer ordentlichen Portion Muskelschmalz war also bei den Teilnehmern auch ein gutes Stück Kopfarbeit gefragt.

Ausdauer und Beharrlichkeit

Klaus Sanwald hatte die Idee, im 30. Gschwender Ferienprogramm ein hölzernes Wikingerschach zu basteln. Aus langen Vierkant-­Stangen mussten die Kinder zehn Bauern absägen, dazu ein etwas größerer König mit Zackenkrone sowie aus Rundholz sechs Wurfhölzer und vier kleine Begrenzungspfähle für das Spielfeld. Der Weg bis zu den fertigen Spielfiguren war lang und mühsam. Beim Sägen und Schleifen kamen Ausdauer und Beharrlichkeit ins Spiel. Jeder Teilnehmer war für seine eigenen Figuren, die mit handschriftlichen Namen versehen waren, verantwortlich.

Die Bauern fallen zuerst

Die Spielregeln des vielleicht schon von den Wikingern erfundenen Spiels sind schnell umschrieben. Zur Orientierung dient ein abgestecktes Spielfeld auf dem Rasen. Die Szenerie besteht aus fünf Bauern auf jeder Seite und einem König in der Mitte. Zwei Mannschaften treten gegeneinander an.

Mit den sechs Wurfhölzern soll die erste Mannschaft, die hinter einer Abwurflinie steht, möglichst viele Bauern treffen. Die gegnerische Mannschaft kann anschließend die umgefallenen Bauern in die Spielfeldhälfte der ersten Mannschaft werfen, dort wieder aufstellen und mit den Wurfhölzern erneut zu Fall bringen. Der König stellt zunächst lediglich die Orientierungshilfe für die anschließende Verschiebung der Abwurflinien dar. Beim wiederholten Wechsel fallen immer mehr Bauern. Erst ganz am Schluss, wenn alle Holzquader der Bauern gefallen sind, darf auch der König zu Fall gebracht werden. Förster Gottlieb Zimmermann zeigte sich über das große Interesse an dem Angebot sehr erfreut. Immerhin mussten Material besorgt und auch Schablonen erstellt werden.

Zu trocken fürs Grillen

Vom angekündigten Abschluss-­Grillen wurde jedoch Abstand ­genommen. Die Forstleute wollten wegen der hohen Brandgefahr als Vorbild vorangehen. Die Kinder nahmen daher die von Jutta Zimmermann belegten Brote als vollwertigen Ersatz zur Stärkung der müden Muskeln gerne an.

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