Kirchenkirnberg Abend mit schwäbischen Spezialitäten

Willi Dreher (Mitte), links Gerhard Moser und rechts Bürgermeister Mößner.
Willi Dreher (Mitte), links Gerhard Moser und rechts Bürgermeister Mößner.
SWP 08.02.2012
Schwäbisch schwätzende Außerirdische, den Kirchenkirnberger Nachtwächter und weitere Überraschungen konnten die vielen Besucher bei der Jahresfeier des Liederkranzes Kirchenkirnberg bewundern.

Unter dem Motto "Uff guat Schwäbisch" sorgten der Männerchor und die Theatergruppe mit einer Mischung aus heiteren schwäbischen Liedern, hintergründigen Versen und spaßigen Sketchen für vergnügte Stimmung in der Gemeindehalle.

Drei neue Sänger verstärken nun den 30-köpfigen Männerchor. Sein Dirigent Klaus Peter Ammer führt durchs Programm. Mit großer Singfreude präsentieren die Sänger bekannte und neu einstudierte Melodien. Jubelnden Beifall gibts für ihre flott swingende Darbietung von Wolle Kriwaneks "Guggug, i han a Ufo gseh". Dabei stellen Klaus-Peter Ammer und einige Sänger schwäbisch schwätzende Aliens dar, denn sie tragen drollige Alu-Kopfbedeckungen mit Fühlern. Zum Wächterlied tritt Ingolf Brunn als Kirchenkirnberger Nachtwächter auf. Harmonisch und beschwingt intoniert der Männerchor schwäbisch-heimatliche Weisen von Friedrich Silcher wie "Wir sind die Könige der Welt", "Zauber der Musik", "Was isch dr Schwob?" und andere. Zwischen den Gesangsdarbietungen tragen der Chorleiter und einige Sänger humorige Verse und Anekdoten vor.

Mit dem "Spätzleslied" und mehreren Sketchen begeistert die Theatergruppe unter der Regie von Alfred Fengler die vielen Besucher. Die Amateurdarsteller und einige Männerchor-Sänger singen das Rezept für die schwäbische Spezialität nach der Melodie von Nicoles Eurovisions-Siegerhit "Ein bisschen Frieden" und veranschaulichen witzig die Zubereitung mit Zutaten und Küchengeräten. Beim Sketch "Onser Bänkle" spielen Lilo Schwer und Alfred Fengler ein altes Ehepaar, das gerne mal wieder seiner einstigen Lieblingsbeschäftigung nachgehen möchte. Der Mann glaubt, er könne es nicht mehr, und das Publikum denkt gleich ans Thema Nummer Eins. Doch die Frau bittet ihn so lange, bis er schließlich einwilligt - und gemeinsam sagen sie einen alten Kinderreim auf.

In "Dr Kaffeeklatsch" ziehen die Klatschbasen Cäcilie (Kaja Wahl), Käthe (Helga Fengler) und Mina (Birgit Fritz) über ihre Freundin Elsbeth (Hilda Wilz) her. Angeblich will sie abnehmen, doch ihr Heißhunger auf Süßes und Likör ist stärker. Als sie zum Kaffeekränzchen kommt, wundern sich alle, denn ihr neues Kleid ist viel zu weit. Aber sie hat nicht abgenommen, sondern das Kleid zu groß schneidern lassen. In "Der Zufall" erzählt ein Jäger (Roland Welz) seinem Freund Robert (Gerhard Dieterich) ein seltsames Jagdabenteuer. Er glaubte, einen Hasen zu treffen, schoss aber auf seinen Rucksack. Für den Jäger ist das ein glücklicher Zufall, denn wäre der Rucksack auf seinem Rücken gewesen, hätte er sich selbst erschossen. Aber Robert lacht ihn aus, das sei kein Zufall, sondern Blödheit.

Weiter gab es eine außergewöhnliche Ehrung für den Eichenkirnberger Willi Dreher (89). Seit 65 Jahren singt er im zweiten Tenor des Chores mit, war über viele Jahre Schriftführer und ist noch sehr aktiv. Bürgermeister Armin Mößner hob die vorbildliche Vereinstreue und das ehrenamtliche Engagement des Sängers hervor und überreichte ihm einen Ehrenbrief des Schwäbischen Chorverbands. Liederkranz-Vorsitzender Gerhard Moser übergab Willi Dreher, der bereits Ehrenmitglied ist, eine Ehrenurkunde und einen Geschenkkorb.