Landkreis Hall/Crailsheim "Neue Prioritäten in der Verkehrspolitik"

Geehrt für langjährige Treue: Die EVG-Jubilare mit dem Leiter der Geschäftsstelle Ulm, Hans-Peter Hurth (im Bild rechts hinten), und dem Vorsitzenden des Ortsverbands Crailsheim, Richard Stegmeier (vorne Mitte). Privatfoto
Geehrt für langjährige Treue: Die EVG-Jubilare mit dem Leiter der Geschäftsstelle Ulm, Hans-Peter Hurth (im Bild rechts hinten), und dem Vorsitzenden des Ortsverbands Crailsheim, Richard Stegmeier (vorne Mitte). Privatfoto
Landkreis Hall/Crailsheim / SWP 02.01.2014
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert von der Bundesregierung andere Prioritäten in der Verkehrspolitik, sagte Hans-Peter Hurth, Leiter der Geschäftsstelle Ulm, bei der Mitgliederversammlung.

"Wir brauchen dringend einen Masterplan Verkehr", so Hans-Peter Hurth, Leiter der Geschäftsstelle Ulm der Eisenbahnergewerkschaft. Dabei komme es darauf an, jeden Verkehrsträger entsprechend seiner Stärken zu fördern. Bislang habe sich die Frage der Ökologie "zu sehr den Forderungen nach Ökonomie unterordnen müssen", kritisierte er. Der wichtige Aspekt der Umweltverträglichkeit sei bislang völlig unberücksichtigt geblieben. "Wir wollen eine nachhaltige Verkehrspolitik, die in ihren Entscheidungen beispielsweise auch den Flächenverbrauch, den Schadstoffausstoß und die Kosten, die die Gesellschaft beispielsweise für die Folgen von Verkehrsunfällen eines jeden Verkehrsträgers aufbringen muss, berücksichtigt". Vor diesen wichtigen Faktoren, so Hans-Peter Hurth, verschließe die Politik "immer wieder die Augen." Es werde immer stärker auf die Straße gesetzt und die Eisenbahn zunehmend benachteiligt, kritisierte der Gewerkschafter. Ein Beispiel dafür sei die Forderung nach einem Mehr an Elektromobilität. Während die beim Auto noch in den Kinderschuhen stecke, fahre die Bahn schon seit langer Zeit überwiegend elektrisch. Durch das EEG-Gesetz kämen auf den Verkehrsträger Schiene nun finanzielle Belastungen zu, die auf der Straße nicht zu Buche schlagen. Besonders im Güterverkehr, bei dem mit jedem Cent gerechnet werde, komme es so zu deutlichen Benachteiligungen zu Ungunsten der Schiene. Das, so Hans-Peter Hurth, müsse ein Ende haben. Zugleich forderte er "nachhaltige Investitionen ins Schienennetz". Die zunehmenden Warenströme könnten nur bewältigt werden, wenn eine ausreichende Infrastruktur vorhanden sei. Im Netz werde aber "auf Verschleiß gefahren". Viele Brücken seien sanierungsbedürftig, zahlreiche Langsamfahrstellen behinderten den Schienenverkehr. Als "Transitland" dürfe Deutschland nicht zum "Nadelöhr in Europa" werden.

Die Geehrten der EVG
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