Gaildorf Neue Schulleiterin: „Mir macht die Arbeit Spaß“

Christine Sterner wird als Nachfolgerin von Michaela Staleker Geschäftsführende Rektorin der Gaildorfer Schulen und repräsentiert diese in der Öffentlichkeit.
Christine Sterner wird als Nachfolgerin von Michaela Staleker Geschäftsführende Rektorin der Gaildorfer Schulen und repräsentiert diese in der Öffentlichkeit. © Foto: ka
Gaildorf / Cornelia Kaufhold 27.07.2018
Christine Sterner wird  geschäftsführende Leiterin der Gaildorfer Schulen. Die Rektorin der Peter-Härtling-Schule hatte diesen Job schon einmal, fünf Jahre lang, in Niedersachsen.

Noch herrscht Trubel im Schulhaus. Zwei Buben helfen beim Umräumen des Klassenzimmers, tragen eine Schulbank an einen anderen Platz. Gestern ist’s ruhig in dem Gebäude auf dem Hohbühl. Der erste Ferientag für die Schülerinnen und Schüler der Peter-Härtling- und der Grundschule Eutendorf/Ottendorf. Für Christine Sterner nicht. Sie bekommt eine Einführung in die neuen Datenschutzrichtlinien. „Muss sein“, meint sie lachend. Die Pädagogin hat ihr erstes Schuljahr in der Doppelfunktion als Rektorin der Peter-Härtling-Schule und der Grundschule geschafft, „besser als erwartet“, merkt sie an.

Die 50-Jährige wirkt gelassen, keine Spur von Stress. Der Hundekorb in der Ecke ihres Büros ist verwaist. Snoopy kommt meist nur an einem Tag in der Woche mit in die Schule. Die Kinder mögen ihren Beagle, versichert Christine Sterner. „Er verträgt keinen Lärm und das wissen die Kinder und sind leiser.“ Ein positiver Nebeneffekt.

Effektiv gearbeitet

Am 1. Dezember hat die Niedersächsin ihre Arbeit als Schulleiterin auf dem Hohbühl angetreten. Sie leitet beide Schulen, hat zwei Büros, doppelte Konferenzen, in der Regel sind es vier bis sechs pro Halbjahr und Schule, zusätzlich die Elternabende. Diese räumliche Trennung der Schulverwaltungen sei hilfreich, „die Arbeit lässt sich wunderbar koordinieren“. Nach dem „sehr herzlichen Empfang“ gestaltete sich die Arbeit mit dem Kollegium und den Eltern „effektiv“. Christine Sterner ist offensichtlich an ihrem neuen Arbeitsplatz gut angekommen. Sie nickt zustimmend. Ihre Aussage: „Die Arbeit macht mir Spaß“, klingt absolut glaubwürdig. An den 45 Kilometer weiten Weg von ihrem Wohnort in Bretzfeld bis nach Eutendorf hat sie sich zwischenzeitlich gewöhnt.

Koordinieren und beraten

Fünf Jahre leitete die Pädagogin die Schule am Ahnsförth im niedersächsischen Neustadt am Rübenberge. Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen, wie die Ahnsförth-Schule sollten nur noch als Förderzentren koordinieren und beraten, nicht mehr selbst unterrichten. Sie wurde geschlossen, Sterner kehrte dem Norden den Rücken und nahm auch fünf Jahre Erfahrung als Geschäftsführende Rektorin mit.

Sie war für 16 Schulen Ansprechpartnerin und in dieser Funktion verantwortlich für die „Systematisierung von gleichlaufenden Prozessen“. „Es geht dabei darum, dass in allen Schulen der Übergang in die fünften Klassen oder Infoabende für Eltern gleich ablaufen. Das muss unter den Schulen koordiniert werden.“ Sie vernetzte Regelschulen, erarbeitete Konzepte zum inklusiven Unterricht, vereinheitlichte Lern- und Entwicklungsbögen sowie Förderpläne, schaffte Regelungen zum Übergang in die weiterführenden Schulen und erstellte mit der Stadt einen Schulentwicklungsplan.

Arbeit im Hintergrund

Mit dieser Berufserfahrung im Hintergrund lag es für die Rektorin nahe, sich um die frei werdende Stelle zu bewerben. Michaela Staleker, Leiterin der Schloss-Realschule, hatte das Amt zwei Jahre lang inne. Mit ihrem Weggang war der Posten vakant. Für ihre neue Aufgabe erhält Sterner zusätzliche Stunden. „Das war’s dann auch.“ Die Arbeit geschieht im Wesentlichen im Hintergrund. Christine Sterner wird allenfalls die Schulleiter repräsentieren. Aber als Geschäftsführende Rektorin kann sie ihr Organisations- und Koordinationstalent einsetzen. Und auch das macht ihr Spaß.

Digitalisierung großes Thema

Die Sanierung der Gaildorfer Schulen wird für die nächste Zeit ein großes Thema im Schulleiterkreis sein sowie die Digitalisierung. Die Aussicht, sie bis zum kommenden Schuljahr umzusetzen, hält Sterner für „sehr gewagt“. Lachend bemerkt sie: „Wir sind am Thema dran.“

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