Kulturweg „Eigentlich gar nicht mehr passierbar“

Hardy Mann bei der Vorstellung der Infotafeln. Das war vor etwas mehr als sechs Jahren. Inzwischen bedürfen die Stationen des Kulturwegs einer gründlichen Reinigung.
Hardy Mann bei der Vorstellung der Infotafeln. Das war vor etwas mehr als sechs Jahren. Inzwischen bedürfen die Stationen des Kulturwegs einer gründlichen Reinigung. © Foto: Archivfoto: Klaus Michael Oßwald
Von Klaus Michael Oßwald 12.01.2018
Die Steilstrecke des Gaildorfer Kulturwegs zwischen Innenstadt und Kirgel ist nach Ansicht der CDU-Stadträte Rebel und Kubin in einem schlechten Zustand. Sie raten auch dazu die Infotafeln zu reinigen.

Ende 2011 ist der Gaildorfer Kulturweg, von dem Mainhardter Marketing-Experten Hardy Mann konzipiert, mit der Montage der informativen Text- und Bildtafeln eröffnet worden. Seither gilt der Rundweg, auf dem Einheimische wie Gäste Wissenswertes über die Geschichte der Stadt erfahren, als beliebter Spazierweg durch das Zentrum des Limpurger Landes, hoch zum Kernerturm auf dem Kirgel und wieder zurück.

Reinigung notwendig

In jüngster Zeit jedoch mit sinkender Tendenz – aus zweierlei Gründen, wie CDU-Fraktionschef Matthias Rebel während der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses im Gemeinderat erläuterte: Die Wind und Wetter ausgesetzten Informationstafeln scheinen ihm derzeit „etwas vernachlässigt“ zu sein. Er riet dazu, das Ganze eventuell einem „Frühjahrsputz“ zu unterziehen.

Der zweite Punkt, den Rebel nannte, wiegt jedoch um einiges schwerer: Der steile Weg zwischen Kirgel und Innenstadt, den die meisten Wanderer abwärts gehen, sei in diesen Tagen „eigentlich gar nicht mehr passierbar.“ Die Stadt müsse sich dringend überlegen, wie sie damit umgeht, zumal sich – wenn dort etwas passieren sollte – auch ein „haftungsrechtliches Problem“ ergeben könnte.

Bürgermeister Frank Zimmermann sicherte zu, diesen steilen Abschnitt, den man erst vor wenigen Jahren saniert und neu geschottert habe, „so gut wie möglich“ richten zu lassen. Allerdings: „Für die Topographie können wir nichts.“

Auch Rebels Fraktionskollege Günther Kubin, der den Pfad gut kennt und auf diesem schon mehrmals interessierte Wandergruppen geführt hat, sieht den Zustand der Steilstrecke nicht unproblematisch. Diese zu begehen, sei vor allem in den feuchten Herbst- und Wintermonaten recht schwierig.

In unguter Erinnerung

Und selbst zur trockenen Sommerzeit wird von vielen Spaziergängern eben diese steile Passage nicht gerne begangen. Jüngstes Beispiel: Einige ältere Bürger, die sich gerne dem historischen Spaziergang zum 200. Geburtstag des gebürtigen Dichters und Arztes Theobald Kerner angeschlossen hätten, zogen es vor, daheim zu bleiben, nachdem sie sich über die Route informiert hatten. Die hatten offenbar viele in unguter Erinnerung.