Gesundheit „Das Helfen steht an erster Stelle“

Martin Dietrich (Vierter von links) hat bereits mehr als 100-mal Blut gespendet. Das Bild zeigt ihn mit den anderen elf Geehrten, Bürgermeister Frank Zimmermann (Zweiter von rechts) und dem DRK-Ortsvereinsvorsitzenden Sebastian Wagner (rechts).
Martin Dietrich (Vierter von links) hat bereits mehr als 100-mal Blut gespendet. Das Bild zeigt ihn mit den anderen elf Geehrten, Bürgermeister Frank Zimmermann (Zweiter von rechts) und dem DRK-Ortsvereinsvorsitzenden Sebastian Wagner (rechts). © Foto: Luca Stettner
Gaildorf / Luca Stettner 06.12.2018
Bürgermeister Frank Zimmermann und der Gaildorfer DRK-Ortsvereinsvorsitzende Sebastian Wagner ehren verdiente Blutspender. Martin Dietrich blickt auf mehr als 100 Spenden zurück.

Während meiner Lehre haben mich die Gesellen im Betrieb zum Blutspenden mitgenommen. Das war 1977 oder 1978. So bin ich damals animiert worden“, blickt Martin Dietrich zurück. Seither spendet der 57-Jährige regelmäßig Blut. Der Gang zu den DRK-Blutspendeterminen ist für ihn auch etwas Kameradschaftliches: „Man geht gemeinsam hin und spendet. Danach gibt’s ein Vesper und man sitzt zusammen.“ Mehr als 100-mal hat der Gaildorfer das nun schon erlebt. In Sulzbach-Laufen und Gaildorf spendet er nahezu jedes Jahr Blut, wenn es zeitlich klappt auch in der näheren Umgebung. Sein entferntester Spendeneinsatz war ein DRK-Termin in Liebelsberg bei Calw. „Das war damals im Urlaub zwischen Weihnachten und Neujahr. Das hat gepasst“, erzählt er.

Dietrich ist einer von 12 Gaildorfern, die am Dienstagabend im Sitzungssaal des Gaildorfer Rathauses vom DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg - Hessen geehrt werden. Fünf weitere Bürger sind verhindert. Sie alle haben bei DRK-Blutspendeterminen gespendet – in Gaildorf, aber auch in anderen Orten. Die Ehrungen übernehmen Bürgermeister Frank Zimmermann und der Vorsitzende des Gaildorfer DRK-Ortsvereins, Sebastian Wagner.

„Zum ersten Mal sind wir bei der Ehrung im Neuen Schloss, um der Veranstaltung noch mehr Glanz zu verleihen“, eröffnet Zimmermann den Abend. Bislang fanden die Ehrungen meist im Vereinsraum des DRK-Ortsvereins statt. Dann wendet sich der Bürgermeister an die Blutspender: „Die Ehrung ist ein Zeichen des Dankes dafür, dass Sie Blut spenden und damit Menschen in Not bei operativen Eingriffen unterstützen.“ Er würdigt die Leistung der Gaildorfer, die für die Blutspenden kein Geld erhalten. „Sie machen es, weil sie davon überzeugt sind, anderen Menschen zu helfen und Gutes zu tun.“ Außerdem dankt er den ehrenamtlichen Helfern des DRK-Ortsvereins, die die Blutspendenaktionen in Gaildorf auf die Beine stellen. Wagner blickt auf die vergangene im Oktober zurück und hält fest: „Wir waren mit der Beteiligung sehr zufrieden.“

Urkunde, Ehrennadel und Wein

Die Bürger werden für 10, 25, 50, 75 und 100 Blutspenden geehrt. Die Geehrten erhalten eine Urkunde des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg - Hessen, eine goldene Ehrennadel mit eingravierter Spendenzahl und als Präsent, je nach Ehrung, Hauswein oder einen Geschenkkorb. Weil pro Spende ein halber Liter Blut abgenommen wird, ergebe das bei dem für 100 Einsätze geehrten Martin Dietrich insgesamt „ein Blutfass von 50 Litern“, merkt Zimmermann lachend an. Dicht auf Dietrichs  Fersen ist ihm Stephan Gronbach, der im Alter von 39 Jahren bereits 75 Mal gespendet hat. Ebenfalls auf 75 Einsätze kommt Christian Steglich.

Nach den Ehrungen klingt der Abend gemeinsam aus. „Wir wollen gemütlich ins Gespräch kommen“, so Zimmermann. Er schenkt Sekt und Wein aus, die Runde stößt an. Und wie geht es für den hundertfachen Spender Martin Dietrich weiter? „Offiziell sind es jetzt 103 Spenden, so steht es in meinem Ausweis“, erzählt er lachend und ergänzt: „Ich bin jetzt 57 Jahre alt, spenden wir solange es geht.“ Seine Motivation dabei? „Das Helfen steht an erster Stelle.“

Die Ehrungen im Detail

Für 10 Blutspenden: Klaus Kettemann, Thomas Schmid (waren bei der Ehrung beide verhindert), Ute Böhme, Vanessa Welz, Dorothea Schmidt

Für 25 Spenden:
Birgit Niesner, Mahmut Öztürk (beide verhindert), Kai Pratz, Jana Sauter, Anita Windmüller, Marco Schreckenhöfer (verhindert)
50 Spenden: Bernd Geiger, Wolfgang Schimanek, Oliver Windisch
75 Spenden: Stephan Gronbach, Christian Steglich
100: Martin Dietrich lst

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