Konzert "Black Cat Bone" zum vierten Mal in Gaildorf - Häberlen im Vorfeld ausverkauft

Restlos ausverkauft: Tanja Telschow und Martin Holzner von "Black Cat Bone" im Häberlen. Foto: Hasenmaier
Restlos ausverkauft: Tanja Telschow und Martin Holzner von "Black Cat Bone" im Häberlen. Foto: Hasenmaier
Gaildorf / RAINER HASENMAIER 18.12.2012
Mehr als 20 Jahre ist es her, dass "Black Cat Bone" das letzte Mal in Gaildorf auftraten. Und Eindruck hinterließen: Das Konzert am Samstag in der Kulturschmiede war frühzeitig ausverkauft.

Der Weihnachtsblues der Kulturschmiede als Abschluss eines ereignisreichen Jahres war schon immer sehr gut besucht. Doch die Nachfrage nach der samstäglichen Veranstaltung stellte alles in den Schatten - schon am Mittwoch prangte an der Tür der Kulturkneipe Häberlen das Plakat "Ausverkauft - Eintritt nur mit Reservierung". Grund war wohl nicht nur die Tradition, sondern die Bluesrockband "Black Cat Bone", eine der besten Süddeutschlands.

Ihren letzten Gaildorfer Auftritt hatte die Band am 26. April 1991 im Kernersaal mit der legendären Katie Webster, davor sind zwei Gastspiele in dem "Germaniasaal" dokumentiert. Die Devise der fünf Amateure ist: " Musik muss Spaß machen".

Dies traf am Samstagabend voll zu, immer wieder gab es Zwischenbeifall, vor allem nach diversen Soli, vor allem von Keyboarder Martin Holzner, der im Zivilberuf als Lehrer an einer Werkrealschule arbeitet, aber auch vom Gitarristen und Sänger Gunter Richter, der hauptberuflich eine Medienagentur betreibt und auch die meisten eigenen Lieder geschrieben hat. Nicht zu vergessen der brillante Schlagzeuger Uli Wagner, der im Zivilleben Führungskräfte "coacht" und konstant für den richtigen Drive sorgte.

Doch auch die eher bedächtigen Balladen fanden beim begeisterten Publikum großen Anklang, vor allem dank der umwerfenden Stimme von Tanja Telschow, die in der Kategorie weiblicher Gesang des German Blues Award 2012 als eine der zehn Besten nominiert wurde. Den soliden Basshintergrund lieferte der Heilpraktiker und Homöopath Stephan Wegner.

Die Besetzung von "Black Cat Bone" - der Name verweist auf Voodoozauber und ist gleichzeitig ein Titel von Johnny Winter - wechselte mehrmals, so ist Tanja Telschow seit 2004 dabei, Martin Holzner seit 2012. Pro Monat absolviert die Band zwei bis drei Auftritte. Im Frühjahr 2013 wird eine Live-DVD erscheinen. Von ihrer letzten CD "Viewpoint" gaben "Black Cat Bone" am Samstag einige Lieder zum Besten, darunter "Think It Over" und den Klassiker "The Thrill Is Gone" von B. B. King. Bei ihren Streifzügen durch die Geschichte des Blues legen die Musiker Wert darauf, die Klassiker nicht eins zu eins nachzuspielen, sondern in eigenen Arrangements - was hörbar mit Genuss registriert wurde. Die Zuhörer sangen und klatschten etwa bei "I Dont Need no doctor" heftig mit; und bei der folgenden Ballade "Same Ol Song" wiegten sie sich sanft im Rhythmus. Besonderen Beifall gab es mehrmals für die Soli von Gitarrist Gunter Richter und für die treibende Tastenarbeit von Martin Holzner. Und es gab noch eine Besonderheit: Endlich wurde mal der Mann am Mischpult gelobt. Dem Publikum wurden noch zwei Zugaben serviert: Das umjubelte "Born Under A Bad Sign" und das bereits erwähnte "The thrill is gone", bei dem die Band noch noch einmal alle Register zog.

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