Gschwend „138 Euro sind ein marktkonformer Preis“

Bis Mitte November soll die Erschließung des Areals „Maiäcker II“ beendet sein.
Bis Mitte November soll die Erschließung des Areals „Maiäcker II“ beendet sein. © Foto: Rainer Kollmer
Gschwend / Rainer Kollmer 21.09.2018
Das Gremium legt sich auf den Preis für Bauland in den Schlechtbacher Maiäckern fest.

Die vorliegenden zehn Bauanträge machten deutlich, dass das Interesse an Neubauten oder baulichen Veränderungen in Gschwend gegenwärtig groß ist. Auch die Nachfrage zum Kauf von Grundstücken im Baugebiet Badsee ist erfreulich hoch. Von den 43 Parzellen sind die meisten inzwischen vergeben oder reserviert.

Die Gemeindeverwaltung schlug vor, zur Sicherung des Bebauungsverhaltens auf die verbliebenen Grundstücke der Gemeinde einen Bauzwang von drei Jahren einzuführen. Das Gremium diskutierte den Vorschlag ausführlich. Ralf Kronmüller betonte, dass die Gemeinde mit dieser Regelung eine „Stellschraube“ hätte, die genutzt werden sollte. Walter Schober und Wolfgang Kienzle brachten ins Gespräch, dass für die Gemeinde auch Geld hereinkommt und auch an den Landschaftsverbrauch gedacht werden müsse. Erika Ugele stellte jedoch den Antrag, erst beim nächsten Bauabschnitt eine grundsätzliche Entscheidung zu beraten.

In der Abstimmung wurde der Antrag der Gemeindeverwaltung mit einer knappen Mehrheit von neun Stimmen abgelehnt. Nur acht der Gemeinderatsmitglieder stimmten dem Vorschlag der Verwaltung zu. „Das ist eine demokratische Entscheidung. Hier kann gezeigt werden, dass im Gemeinderat durchaus etwas bewegt werden kann“, merkte Bürgermeister Christoph Hald im Hinblick auf die nächste Gemeinderatswahl an. Mit deutlicher Mehrheit von zwölf Stimmen erhielt der Vorschlag von Erika Ugele Zustimmung. Stefan Blessing berichtete als Amtsleiter des Bauamtes über den Baufortschritt im Areal „Maiäcker II“ in Schlechtbach. Er bestätigte, dass der Zeitplan eingehalten werden könne, bis Mitte November seien die Erschließungsarbeiten wohl abgeschlossen. Zur Diskussion stand die notwendige Festlegung des Ablösebetrags für den Erschließungsbeitrag. Der Gemeinderat folgte dem errechneten Beschlussvorschlag der Verwaltung, den Ablösebetrag auf 58,35 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche festzulegen.

In der Folge wurde auch der Bauplatzverkaufspreis diskutiert. Dem Vorschlag von Andreas Joos, den Quadratmeterpreis auf 125 Euro einschließlich Erschließung festzulegen, konnte das Gremium nach längerer Diskussion nicht folgen. Bernd Wahl schlug vor, den gleichen Betrag von 135 Euro wie in Gschwend vorzusehen. Karl Altvater forderte, an den tatsächlichen Ist-Kosten von 138 Euro festzuhalten. Man habe nichts zu verschenken.

Der Gemeinderat folgte schließlich dem Vorschlag der Verwaltung, den Quadratmeterpreis auf 138 Euro festzulegen. „Das ist ein marktkonformer Preis“, betonte der Bürgermeister.

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