Gaildorf / Luca Stettner Der Gemeindewahlausschuss hat die Wahlvorschläge von CDU, Freien Wählern, SPD und Offener Liste für die Gaildorfer Gemeinderatswahl abgesegnet. Fünf der bisherigen Stadträte treten nicht mehr an.

Gemeinderatswahl, Kreistagswahl, Europawahl und für die Eutendorfer die Ortschaftsratswahl – die vorläufig 9215 Gaildorfer Wahlberechtigten stehen am 26. Mai mal wieder vor einem Super-Wahlsonntag. Die Weichen für diesen Tag haben die Gaildorfer Stadtverantwortlichen am Montag gestellt: Der Gemeindewahlausschuss hat die Wahlvorschläge für die Wahl zum Gemeinderat und zum Ortschaftsrat abgesegnet. Nun kann die heiße Wahlkampfphase beginnen.

Der Gaildorfer Gemeinderat besteht aus 22 Stadträten. Damit darf ein Wahlvorschlag maximal 22 Kandidaten enthalten. Vier Wahlvorschläge wurden bis zur Deadline am 28. März um 18 Uhr eingereicht. Allerdings haben sich die Fraktionen frühzeitig darauf verständigt, die Zahl der Kandidaten auf den Wahllisten auf 16 zu beschränken (wir berichteten im Oktober). So enthalten die Wahlvorschläge von der Freien Wählervereinigung (FWV), der CDU und der SPD/Aktive Bürger je 16 Kandidaten, die Offene Liste (OL) geht mit 15 Kandidaten ins Rennen.

17 Stadträte erneut wählbar

Insgesamt stehen somit 63 Kandidaten zur Wahl – 20 Frauen und 43 Männer. Im Jahr 2014 bewarben sich 75 Bürger um die Sitze im Stadtparlament, darunter 23 Frauen. Das Durchschnittsalter aller diesjährigen Kandidaten liegt bei 45,5 Jahren. 17 der bisherigen Stadträte lassen sich erneut aufstellen. Mit Günther Kubin (CDU), Werner Hofmann (CDU), Peter Schaupp (FWV), Hans-Joachim Ulmer (FWV) und Dr. Stefan Hausser (SPD/Aktive Bürger) treten fünf der bisherigen Stadträte nicht mehr zur Wahl an.

Ende des Monats erhalten die Gaildorfer ihre Wahlbenachrichtigung. Zum zweiten Mal nach der Kommunalwahl im Jahr 2014 dürfen auch 16- und 17-Jährige ihre Stimme abgeben. Aktuell rechnet die Stadt mit 9215 Wahlberechtigten. Da das Wählerverzeichnis noch nicht abgeschlossen ist – so könnte beispielsweise noch jemand zuziehen – steht die endgültige Zahl der Wahlberechtigten erst Anfang Mai fest. Vor fünf Jahren konnten 9327 Gaildorfer bei der Kommunalwahl abstimmen.

Gaildorfs Bürgermeister Frank Zimmermann stand für den Posten des Vorsitzenden des Wahlausschusses nicht zur Verfügung, weil er für den Schwäbisch Haller Kreistag kandidiert. Stattdessen wählte der Gemeinderat die Hauptamtsleiterin und zukünftige Erste Beigeordnete Tanja Ritter zur Vorsitzenden. Neben ihr waren vom Gremium bei der Sitzung am Montag die stellvertretende Vorsitzende Nadine Fischer, die Beisitzer Siegfried Engel und Manfred Zeiler, der stellvertretende Beisitzer Martin Zecha sowie als Schriftführerin Ursula Lange anwesend. Tanja Ritter begrüßte als Zuhörer die Stadträte Frank Stettner, Heinrich Reh und Jürgen Jäckel von der FWV sowie den Kreisrat und SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Karl Eichele.

Bei der intensiven Prüfung der vier Wahlvorschläge stieß Tanja Ritter auf keinerlei Probleme. Außerdem prüfte das Einwohnermeldeamt alle Listen. Kriterien zur Wählbarkeit sind unter anderem die EU-Bürgerschaft und wie lange die Bewerber bereits in der Gemeinde leben. Einstimmig ließ das Gremium alle vier Listen für die Gemeinderatswahl zu.

Auch den Wahlvorschlag der Unabhängigen Bürger für die Wahl des Eutendorfer Ortschaftsrats segnete das Gremium einstimmig ab. Der Wahlvorschlag enthält 14 Kandidaten, darunter drei Frauen. Die CDU verzichtete auf einen eigenen Wahlvorschlag für den Ortschaftsrat und schloss sich für die Liste mit den Unabhängigen Bürgern zusammen. Der Eutendorfer Ortschaftsrat besteht aus zehn Mitgliedern. Bislang waren nur so viele Kandidaten auf einer Wahlliste erlaubt, wie der Ortschaftsrat Sitze hat. Ab der kommenden Wahl sind auf der Liste bis zu doppelt so viele Kandidaten wie Sitze im Rat möglich.

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Auszählung: Verfahren bleibt wie bisher

Stimmzettel Am Tag der Kommunal- und Europawahl, dem 26. Mai, schließen die Wahllokale um 18 Uhr. Wie bei den vergangenen Wahlen werden am Wahlabend nur die Stimmzettel für die Europawahl ausgezählt. Die Urnen mit den Stimmzetteln für die Kommunalwahl werden über Nacht verschlossen und sicher verwahrt. Die Auszählung erfolgt dann am Tag nach der Wahl, am 27. Mai, ab 8 Uhr zentral in der Limpurghalle. Reihenfolge: Kreistag, Gemeinderat, Ortschaftsrat. lst