Sulzbach-Laufen 32. Schwarzpulverschießen in Sulzbach am Kocher - Nur wenige Schützen treten an

Sulzbach-Laufen / KARL-HEINZ RÜCKERT 02.09.2014
Nur verhalten besucht war das Schwarzpulverschießen des Schützenvereins Sulzbach am Kocher am vergangenen Wochenende. Auch die Trapper machten sich rar: die übliche Zeltstadt war ein Dörfchen.

Das Tal bei der Walkmühle und um das Schützenhaus des Schützenvereins Sulzbach am Kocher bot am Wochenende beim 32. Schwarzpulverschießwettbewerb eine beschaulich ruhige Atmosphäre. Die Sulzbacher Schützen hatten wieder ein sportliches und gemütliches Programm für Besucher und Vorderladerschützen zusammengestellt. Doch die fanden nur spärlich den Weg zum Schützenhaus. Auch am Hang oberhalb der Schießbahn, wo sonst die Trapper mit einer kleinen Zeltstadt den Blick auf sich zogen, pflegten die Trapperfreunde in gerade vier Zelten ihren komfortlosen Lebensstil.

Das hatte verschiedene Gründe. So fehlte Volker aus Backnang - ein ständiger Besucher des Trappertreffens - die Zeit, sein Tipi aufzustellen. Der Urlaub war bereits aufgebraucht. Auch die sonst stark vertretenen Gäste aus den Niederlanden suchte man beim diesjährigen Trappertreffen vergebens. Dennoch scharte sich um Trapper Karlheinz am Samstagnachmittag eine gut gelaunte Truppe zum "Trapperlauf".

Den spaßigen Geschicklichkeitswettbewerb hatten sich wieder Ilse und Spacki ausgedacht. Auf die richtige Wurftechnik kam es beim Tomahawk- und Messerwerfen an. Zielsicher traf die Trappergesellschaft mit Pfeil und Bogen beim Gang durch den Wald die versteckt aufgestellten "wilden Tiere" aus Plastik und hatte beim Mistgabelwerfen - für echte Trapper eine ungewöhnliche Disziplin - ihren besonderen Spaß.

Nur wenige Schützen treten zum Wettbewerb an

Wurden die Trapper auf ihrem Lauf in den vergangenen Jahren vom Donnerknall der Vorderladerbüchsen auf dem Schießstand begleitet, war es diesmal erstaunlich ruhig. Hatten die Schützen ihr Pulver schon verschossen? "Nein, es sind bisher nur sehr wenige Schwarzpulverschützen zum Wettbewerb angetreten", meinte Schießleiter Lutz Hertwig, der sich auch keinen rechten Reim auf das Ausbleiben der Schützen machen konnte. Andere Vereinsmitglieder sahen sich mit der Organisation und der Präsenz bei der dreitägigen Veranstaltung alleingelassen. Es fehlen die Jungen, bedauerten sie.