Erdgeschichte Zuspruch für den Geopark Schwäbische Alb

Das Unesco-Siegel soll bleiben (von rechts): Geschäftsführer Siegfried Roth, der CDU-Abgeordnete Manuel Hagel, Geologin Iris Bohnacker, Heinz Zeiher von der Schelklinger CDU und Bürgermeister Ulrich Ruckh vor der Geopark-Geschäftsstelle in Schelklingen.
Das Unesco-Siegel soll bleiben (von rechts): Geschäftsführer Siegfried Roth, der CDU-Abgeordnete Manuel Hagel, Geologin Iris Bohnacker, Heinz Zeiher von der Schelklinger CDU und Bürgermeister Ulrich Ruckh vor der Geopark-Geschäftsstelle in Schelklingen. © Foto: Bernhard Raidt
Schelklingen / Bernhard Raidt 12.07.2018
Der Geopark Schwäbische Alb kämpft um sein Unesco-Siegel. Der CDU-Abgeordnete Manuel Hagel machte den Verantwortlichen Mut.

Der Unesco-Geopark Schwäbische Alb hat zu kämpfen – die Unesco hat, wie berichtet, dem Park die „Gelbe Karte“ gezeigt und fordert dringend Nachbesserungen, wenn das Unesco-Siegel erhalten bleiben soll. Es fehlt aber an Personal und Mitteln. Da tut Zuspruch gut – der CDU-Landtagsabgeordnete Manuel Hagel besuchte am Donnerstag die Geschäftsstelle des Geoparks in Schelklingen, um ein bisschen Mut zu machen. Das riesige Geopark-Gebiet betreuen Geschäftsführer Dr. Siegfried Roth, Diplom-Geologin Iris Bohnacker und Helga Stark in der Verwaltung nur zu dritt. Kein Vergleich zur Ausstattung von Unesco-Geoparks im Ausland wie etwa in China, wo sich hunderte von  Mitarbeitern um die Besucher und die Präsentation der geologischen Sehenswürdigkeiten kümmern.

Es fehlt an vielem

Immerhin hat der Trägerverein, dem die zehn Landkreise der Schwäbischen Alb, Verbände und einige Kommunen angehören, die Stelle der Geologin Bohnacker aufgestockt. Auch die Öffentlichkeitsarbeit soll unterstützt werden. Doch es fehlt an vielem mehr: Roth wünscht sich etwa einen eigenen Fördertopf, mit dem er Projekte in den einzelnen Kreisen und Kommunen fördern kann. „Dann werden wir als Partner endlich ernst genommen“, berichtet er.

Viel mehr als jetzt müssten die Besucher auf die geologischen Sensationen der Alb aufmerksam gemacht werden – mit Schildern etwa auf der Autobahn, aber auch mit einer App für das Handy. Auch im Bildungsbereich müsse mehr gemacht werden, sagte Roth. Die geologische Ausnahmestellung der Alb könnte auch anhand von Produkten gezeigt werden: Etwa mit dem Zement, der aus dem Kalkstein der Alb gewonnen wird. Oder mit Papier – Geologin Bohnacker berichtete, dass jetzt sogar Papier aus Alb-Steinen hergestellt werde. Für dieses „Rockpaper“ genannte Material muss kein Baum gefällt und kein Trinkwasser verbraucht werden. Oder mit der Zahnpasta, in der Kalkstein steckt. „Warum nicht mal  mit schwäbischer Zahnpasta werben“, fragt sich Bohnacker.

Manuel Hagel hatte positive Nachrichten: Ein Bekenntnis zum Geopark stehe sogar im Koalitionsvertrag der Landesregierung.

Die Verhandlungen laufen

Außerdem laufen die Verhandlungen mit der Landesregierung über eine Unterstützung, Landrat Heiner Scheffold vom Alb-Donau-Kreis leitet federführend für die anderen Kreise die Gespräche mit Landwirtschaftsminister Peter Hauk. Eine Unterstützung müsse aber zeitnah erfolgen, sagte Roth. Denn die Unesco wolle Ergebnisse sehen – sonst sei das Siegel weg. „Das Unesco-Siegel ist unerlässlich“, sagte auch Hagel. Ein Pluspunkt für den Geopark sei aber die gute Vernetzung, etwa am neuen Standort der Geschäftsstelle in Schelklingen. Dem stimmte Roth zu – und erwähnte etwa Schelklingens Bürgermeister Ulrich Ruckh, der schon beinahe einen Orden für die Unterstützung des Geoparks verdient habe. Oder Heinz Zeiher vom Schelklinger CDU-Stadtverband – Zeiher hatte den Besuch Hagels in der Geopark-Geschäftsstelle organisiert.

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