Fasnet Zunft verlässt das „Schlössle“

Schelklingen / swp 16.05.2018

Die Schelklinger Narrenzunft „Häfele Hoi“ wird ihre Vereinsräume im „Schlössle“ nicht mehr weiter nutzen. Das war bei der Hauptversammlung der Zunft zu erfahren. Der Grund: Die Mitgliederzahl (140 Aktive, 46 Passive) sei mittlerweile zu groß für das „Schlössle“. Die Zunft will Versammlungen künftig im Sportheim abhalten. Was jetzt mit den Räumen im „Schlössle“ geschehen soll, ist noch unklar.

Das Gebäude ist der ehemalige Wohnsitz des Zementwerksdirektors. Das Werk hat es der Stadt Schelklingen vermacht mit der Auflage, dass es von Vereinen genutzt werden soll. Neben der Narrenzunft haben noch die Brass Band und der Verein zur Pflege des Brauchtums (Waldhutzla) Räume im „Schlössle“. Auf 80 bis 100 Quadratmeter schätzt Bauamtsleiter Markus Schmid die jetzt leerstehenden Räume.

Außerdem tritt die Narrenzunft aus dem Landesverband württembergischer Karnevalisten (LWK) aus. Die Narren von „Häfele Hoi“ hätten immer immer weniger Interesse an den Veranstaltungen der Karnevalisten, heißt es im Bericht von Schriftführererin Madeleine Baumann. Die Narrenzunft feiere im Übrigen auch keinen Karneval, sondern schwäbische-alemannische Fasnet. Auch aus dem Verband der Narren der Alb-Donau-Region (ADR) tritt die Zunft „Häfele Hoi“ aus. Der Grund dafür: ADR und die Schelklinger Zunft halten ihren Umzug am gleichen Wochenende ab, das überschneide sich. Die „Harlandweibla“ der Zunft werden zudem wieder reaktiviert. Deren Vorsitzende Tami Kreissl war bereits bei den Klabusterelfen und hat nun zusammen mit vier weiteren Erwachsenen und drei Kindern die Gruppe wieder ins Leben gerufen, berichtet Baumann. Als einen vollen Erfolg wertete die Zunft den dritten Tag-in-Nacht-Umzug – und das, obwohl weniger Gruppen teilnahmen. Aber die Halle und die Veranstaltungszelte waren trotzdem voll, von allen Seiten gab es Lob für den Ablauf des Umzugs. Für das nächste Jahr plant die Zunft jetzt, die Teilnehmer auf etwa 50 bis 55 Gruppen zu reduzieren.

Langjährige Mitglieder erhielten Ehrungen: Claudia Glöckler (40 Jahre Mitglied), Antonie Walter (35 Jahre), Jennifer Glöckler und Gerhard Kohn (beide 30 Jahre), Verena Kohn (20 Jahre) sowie Michael Fischer und Patricia Rehm (beide 10 Jahre).

Nicole Brobeil leitet weiter die Narrenzunft

Bestätigt Bei den Wahlen bestätigten die Mitglieder die erste Vorsitzende  Nicole Brobeil und den zweiten Vorsitzenden Dennis Schmuker. Neue Schriftführerein ist Nathalie Braun für Madeleine Baumann. Simone Vöhringer bleibt Kassiererin, erste Beisitzerin ist Annkathrin Leichtle (bisher Martin Vöhringer), zweiter Beisitzer Daniel Keirat (bisher Annkathrin Leichtle). Neuer Kinderwart ist Jaqueline Lohmann, bisher war es Steffi Schleicher. Kassenprüfer sind Rene Jakob und Saskia Kramer.

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