OB-Wahl Zu viel und zu schneller Verkehr in Gamerschwang

Alexander Baumann (mit Anzug) spricht mit den Gamerschwangern über frühere landwirtschaftliche Gebäude.
Alexander Baumann (mit Anzug) spricht mit den Gamerschwangern über frühere landwirtschaftliche Gebäude. © Foto: Stefan Bentele
Gamerschwang / Stefan Bentele 31.08.2018

Es gebe hier einen „wahnsinnigen Verkehr“, sagte die Gamerschwangerin Sabine Hardecker-Seiz an der Straße „An der Laue“ gestern zu OB Alexander Baumann, der am Abend als Oberbürgermeister-Kandidat für die Wahl am 23. September auf seiner „Dialog-Tour“ in den Ehinger Teilort gekommen war. Besonders morgens, wenn viele Kinder zur Schule unterwegs seien, gebe es nur wenige Autos, die auf die erlaubten 50 Stundenkilometer abbremsten.

Ortsvorsteher Josef Stiehle, der den zweistündigen Rundgang für die 15 Teilnehmer durch den Ort geplant hatte, sagte, man habe zuletzt Tempo 30 für die Straße beantragt, sei aber nicht weitergekommen. Gemäß einer Verkehrszählung in den vergangenen zehn Tagen fuhren in dem Zeitraum 8404 Fahrzeuge auf der Straße – 1000 mehr als im April.

Baumann zeigte Verständnis für die Wünsche der Gamerschwanger, betonte jedoch, dass die rechtlichen Voraussetzungen zu berücksichtigen seien. Eine Reduzierung auf Tempo 30 für diese Gemeindeverbindungsstraße sei nicht möglich. Und dass der Verkehr zunehme, könne man beklagen. „Aber da sind auch wir alle gefragt.“ Er sagte an der Stelle aber zu, die Erweiterung des angrenzenden Baugebiets in Angriff zu nehmen. Stiehle hatte dies zuvor angesprochen.

Der Gamerschwanger Stefan Dornfried fragte den Oberbürgermeister-Kandidaten, weshalb der Gehweg in der Kurve an der Alten Bundesstraße nicht abgesenkt worden sei. „Gute Frage, weiß ich nicht“, sagte Baumann, knipste ein Foto und sagte zu, sich zu kümmern.

Stiehle sprach auch baufällige Anwesen im Ort an, darunter frühere landwirtschaftliche Gebäude. Baumann verwies bei alten Höfen auf den Bestandsschutz für die Tierhaltung und den Immissionsschutz, die eine Bebauung in der Nachbarschaft erschweren. Das seien Vorgaben des Landes. „Wir sind keine Bauverhinderungsbehörde.“ Gleichzeitig könne die Stadt nicht jedes Objekt mit Steuergeld kaufen. Man müsse dann schon auch konkrete Vorstellungen haben, was daraus werden solle.

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