Industrie Zementwerksleiter will Lärm stoppen

Da wächst er: Der neue Turm des Zementwerks.
Da wächst er: Der neue Turm des Zementwerks. © Foto: Raidt
Schelklingen / Bernhard Raidt 07.07.2018

Zementwerksleiter Stephan Wehning hat sich gegenüber der SÜDWEST PRESSE zur Lärmproblematik in Schelklingen geäußert. Wie berichtet, haben sich Bürger bei den Stadträten beklagt, dass derzeit oft ein metallisches Hämmern zu hören sei, manchmal bis spät in die Nacht. Auch Bürgermeister Ulrich Ruckh war dies „zu Ohren gekommen“. Heidelberg Cement lässt derzeit einen neuen, 140 Meter hohen Wärmetauscherturm aus Stahl auf dem Zementwerksgelände nahe der Innenstadt errichten.

Extra Anweisungen

Es stimme, dass dieses Hämmern wohl von der Turm-Baustelle stamme, sagte Wehning. Aus dem normalen Werksbetrieb komme es jedenfalls nicht. Er könne sich für den Lärm nur entschuldigen. Mit zahlreichen Maßnahmen versuche seine Firma, die Geräusche einzudämmen. So sind die Arbeiter angewiesen worden, Lärm zu vermeiden. Es gebe extra Einweisungen, wie zu arbeiten sei. Wenn es doch zu laut werde, halte sich ein Arbeiter nicht an die Vorgaben, was leider immer wieder mal vorkomme.

Es werde künftig auch strikt darauf geachtet, dass Lärm verursachende Tätigkeiten auf keinen Fall in den Nachtschichten erfolgen, sagte Wehning. Auf der Großbaustelle wird im Zwei-, manchmal auch im Dreischicht-Betrieb gearbeitet. Er selbst übernachte in der Nähe des Turms und werde jetzt sehr genau darauf achten, dass es ruhiger wird, sagte der Zementwerksleiter. Noch bis November dauern die Haupt-Arbeiten auf der Baustelle an.

Wehning fordert die Bürger auf, sich mit Beschwerden wegen der Baustelle direkt ans Zementwerk zu wenden. „Dann können wir direkt und gezielt handeln, um die Ursache des Problems für die Bürger zu beheben.“ Insgesamt sei es aber gelungen, die Großbaustelle bislang so zu gestalten, dass sich die Einschränkungen für die Bürger in Grenzen hielten, sagt der Zementwerksleiter.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel