Ehingen Wunsch nach wohnortnahem Kindergarten

Ehingen / ANDREAS HACKER 17.07.2015
Eltern im Rosengarten hätten gern einen wohnortnahen Regelkindergarten. Das Kinderhaus ist aber bislang nur für Ganztagsbetrieb vorgesehen.

Zustimmend zur Kenntnis genommen hat der Ehinger Gemeinderat gestern den Kindergartenbericht 2015. Die Situation ist, wie Bürgermeister Sebastian Wolf vorgetragen hat, im Kleinkindbereich geprägt von einer zuletzt wieder stark steigenden Nachfrage nach Krippenplätzen, weshalb im September die sechste Gruppe in der Kinderkrippe Wichtelstube wieder geöffnet werden muss. Insgesamt sei Ehingen aber mit 70 Krippenplätzen gerüstet, um auf Elternwünsche reagieren zu können.

Das ist im Kindergartenbereich nur eingeschränkt der Fall, auch wenn Wolf keinen Zweifel daran ließ, dass der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz erfüllt werden kann. Anlass dafür, dass nicht alle Eltern ihre Kinder in den Wunschkindergarten schicken können, ist die unverändert hohe Nachfrage nach Ganztagsbetreuung. Der Bedarf wäre, betonte Wolf, ohne das Kinderhaus im Rosengarten gar nicht zu decken. Das ist bislang ausschließlich als Ganztagseinrichtung konzipiert, weshalb die Stadt dem im Neubaugebiet vermehrt geäußerten Wunsch nach wohnortnaher Regelbetreuung nicht nachkommen kann. "Wir versuchen, das umzusetzen", versprach Wolf auf Fragen von Dr. Rüdiger Rombach (CDU) und Joachim Schmucker(SPD), Vorrang hätten aber zunächst die Pflichtaufgaben. Schmucker hatte angeregt, die Ganztagsbetreuung vielleicht etwas mehr über die ganze Stadt zu verteilen. Besserung bringen könnten vielleicht die neu geschaffenen Ganztagsplätze im Kindergarten St. Franziskus und vom Kindergartenjahr 2016/17 an auch mögliche neue Ganztagsplätze im evangelischen Kindergarten Regenbogenhaus nach dessen Sanierung.