Die Segenskraft ist ein bedeutendes Zeichen für die Christen. Zwischen "Segnen" und "Du sollst ein Segen sein" gibt es Unterschiede. Darüber, über seine persönlichen Erfahrungen mit dem Glauben und seinen Weg zum Priester hat am Sonntagabend Pfarrer Hubertus von Freyberg in der "Arche" in Rißtissen gesprochen. Zur Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Christsein bewegt" der Seelsorgeeineint Donau-Riß, über die Wolfgang Reitmayer berichtet, waren mehr als 100 Besucher gekommen.

Der Mensch sei es meist nicht gewohnt, Gutes von sich zu sagen, sagte von Freyberg. Ein Mensch nenne stets zuerst seine schlechten Eigenschaften. Dabei sei in Psalm 31 zu lesen: "Wunderbar sind Deine Werke, wunderbar bist Du geschaffen". Dies könne einen Vorsatz für die Fastenzeit geben: "Danke Herr, dass Du mich geschaffen hast".

Nach Auffassung des Pfarrers halten es die Menschen kaum aus, 15 Minuten nichts zu tun und über sich selbst und Gott nachzudenken. Dabei sei es doch wichtig, mit Gott in den Dialog zu treten und zu hören, was er sage. "Es gibt keinen, der sinnlos da ist", sagte er.

Während seiner Studienzeit habe er "ein bisschen studiert und viel gelebt". In Freiburg hat der in Ehingen geborene und in Allmendingen aufgewachsene von Freyberg Volks- und Betriebswirtschaft studiert. In dieser Phase sei sein Zufriedenheitsgrad jedoch nicht sehr hoch gewesen. So sei in ihm zunehmend die Wunsch gereift, Priester zu werden.

Sein wirtschaftswissenschaftliches Studium hat er dann abgebrochen und im Kloster "Brüder vom gemeinsamen Leben" ein Theologiestudium aufgenommen - unter anderem auch bei Christoph Schönborn, dem heutigen Kardinal und Erzbischof von Wien. Nach der Priesterweihe war Hubertus von Freyberg mehrere Jahre Vikar in Villingen Schwenningen und Waldshut-Tiengen. Seit 2005 ist er geistlicher Rektor im Haus Regina Pacis, einem Tagungshaus in Leutkirch.

"Das Beste müssen wir Gott schenken", sagte der Pfarrer am Ende seines Vortrages in Rißtissen, wies auf die Bedeutung der Segenskraft hin und erteilte den Anwesenden den Segen.