Ferienprogramm Nistkästen für Meisen gebaut

Groß war wieder der Ansturm an bastelfreudigen Kindern, die beim CDU-Ferienprogramm Nistkästen bauten.
Groß war wieder der Ansturm an bastelfreudigen Kindern, die beim CDU-Ferienprogramm Nistkästen bauten. © Foto: Christina Kirsch
Mundingen / Christina Kirsch 01.08.2018
50 Kinder und zehn Helfer haben in Mundingen Nistkästen für Meisen gebaut.

Manchmal ist der subventionierte Wohnungsbau ganz unkompliziert und einfach. Im besten Fall geht er an einem Nachmittag über die Bühne und braucht kein aufwendiges Genehmigungsverfahren. Aber nur dann, wenn die Helfer hochmotiviert parat stehen und kräftig Hand anlegen. Am Mittwoch wurden in der Mundinger „Alten Säge“ Wohnungen für Meisen gebaut.

Entstanden sind rund 50 geräumige Wohnungen aus naturbelassenem Holz, die am Abend bezugsfertig zum Aufhängen bei den Familien der Kinder landeten. „Mein Nistkasten kommt neben mein Baumhaus“, erklärte Johanna. „Da kann ich die Vögel gut beobachten“.

Die Helfer des CDU-Ferienprogramms haben mittlerweile Routine, wie man mit dem Ansturm an 50 bastelwilligen Kindern umgeht. Aus Schaltafeln hatten sie ein Karree gebaut, in dessen Mitte sich die Erwachsenen positionierten. Die Kinder mussten draußen bleiben und bekamen an den einzelnen Stationen handwerkliche Hilfe. Ein bisschen Wartezeit zum Schauen, wie es geht, war dabei eingeplant.

Akkuschrauber in allen Größen

Die Akkuschrauber mit den passenden Aufsätzen sollten mitgebracht werden und so sah man vom Mini-Akkuschrauber bis zum großen Gerät alles, was das Heimwerker-Herz begehrt. Die Helfer sahen gleich, welches Kind schon einmal ein entsprechendes Werkzeug in der Hand gehabt hatte und wer neu auf dem Gebiet des Do-it-yourself war.

Bei Josef Huber von der gewerblichen Schule drehten die Kinder selber die Schrauben ins Holz. Der Pädagoge gab nur dezente Hinweise, wie die Schraube zu halten ist und dass ohne ein bisschen Druck von oben keine Schraube ins Holz geht.  Huber hatte auch die zugeschnittenen Seitenwände an der Gewerblichen Schule vorfertigen lassen, so dass die Wände nur noch zusammengeschraubt werden mussten.

Der Clou bei den Meisenkästen ist eine aufklappbare Vorderwand, so dass man den Nistkasten mit wenigen Handgriffen reinigen kann. „Die gehen nicht ein zweites Mal in eine dreckige Wohnung“, erklärte Jutta Uhl. Wer die Mädchen fragte, ob sie die Nistkästen im Herbst auch reinigen, erntete meistens ein Nein. Diese Arbeit kam ihnen  doch zu eklig vor. Vermutlich müssen das doch die Erwachsenen übernehmen.

Friedenstauben bemalt

Ein angetackertes Dach aus Dachpappe machte die Meisenwohnungen wasserdicht und witterungsbeständig. Nebenbei lernten die Kinder auch, wie manches Handwerkszeug heißt. „Wo ist denn der Stöpsel?“, fragte ein Mädchen. Sie meinte den Holzdübel zum Verschließen der Vorderwand. Wer fertig war oder keine Verwendung für einen Nistkasten hatte, durfte Friedenstauben anmalen. Die Friedenstauben, die vor Jahren beim Jugendtag gemalt worden waren, seien schon recht verwittert, hatten die Vinzentinerinnen vom Kloster Untermarchtal kundgetan. Man könne neue, bunte, Tauben gebrauchen – der Nachschub ist nunmehr gesichert.

Einige Jungs entdeckten auch die Schneidböcke in der Alten Säge und fingen sofort an, sich spitze Pfähle zu schnitzen.

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