Ereignis Viel zum Staunen beim Liebherr-Mitarbeitertag

Ehingen / Christina Kirsch 17.06.2018
Krane in voller Größe und Schönheit bewunderten die Besucher am Samstag beim Mitarbeitertag auf dem Gelände des Ehinger Liebherr-Werks.

Isch au der ganze Kran drauf?“ „Ne, der ist zu hoch.“ „Dann musch weiter zurückgehen.“ Solche Zurufe hörte man beim Familientag auf dem Liebherr-Gelände beinahe unter jedem Kran. Die Menschen, die sich neben den Liebherr-Kranen fotografierten, waren einfach zu klein für die hohen Ungetüme aus Stahl. Selbst ein gehöriger Abstand zum Motiv war schwierig, denn der nächste Kran stand dem Fotograf schnell im Weg. Knapp 50 Krane hatte die Firma aufgebaut und rund 15 000 Besucher schauten sich um. Man sah das Testgelände, Raupenkrane, war bei der Kranreparatur, im Ausbildungszentrum, der Lackieranlage oder betrachtete die Montage der Großkrane.

Veränderungen beeindrucken

Vor allem Familien oder ehemalige Mitarbeiter fluteten das Gelände und an jeder Ecke war die Verbundenheit mit dem Kranhersteller zu spüren. „34 Jahre hab ich hier g’schafft“, bekannte Rolf Wanner. „In den 70er Jahren haben wir so kleine Zweiachsler nach Russland geliefert“, schüttelte der Rentner verwundert den Kopf. Der Pensionär konnte sich vor Staunen kaum fassen. „Was sich hier alles verändert hat, unglaublich“, wiederholte er ein ums andere Mal. Auch sein Sohn Michael Fuchs aus Ulm war ganz andächtig ob der Dimensionen, die moderne Krane mittlerweile erfüllen. „Das ist ja ein ganzer Wohnblock, der da hinten dran hängt“, beschrieb er die Gewichte am LR 1300, dem größten Kran. Zu Füßen des Großen wirkte der LR 1350/1, das kleinste Mitglied der Liebherr-Raupenkranfamilie, geradezu putzig.

Ausgeklügelte Choreografie

Wie schon vor drei Jahren bot die Firma  Vorführungen an. Die Mobilkrane drehten sich nach einer ausgeklügelten Choreographie auf dem Gelände und das Publikum applaudierte begeistert. „Dass die so kreuz und quer durcheinander gefahren sind, war toll“, meinte Franziska (10) und wunderte sich, „dass die nicht zusammengestoßen sind“. Beeindruckend war auch die Vorführung der Raupenkrane. Produktmanager Jens Könneker und Florian Ritzler kommentierten den Zusammenbau eines LR 1800 auf einer vormontierten Grundmaschine. Die Raupenträger wurden angefahren und die Moderatoren verwiesen auf den neuen HSL-Ausleger. „HSL steht für heavy, strong und light“, erklärte der Moderator. Rund 25 Leute schafften es in weniger als 45 Minuten, den Kran zusammenzubauen. „Sie können mit dem Kran 24 ausgewachsene Elefanten auf die Freiheitsstatue heben“, sagte Jens Könneker.

Solche Ambitionen hatten die Besucher kaum. Eher wollten vor allem die Kinder einmal im Führerhaus sitzen und die Schalthebel berühren. Von Weitem wirkte auch das Spinnennetz, in dem sich ein LRT 1100 verfangen hatte, am imposantesten. Manche Eltern bekamen ihre Kinder gar nicht mehr aus dem Kran heraus. „Mama, nur noch den“, tönte es in den Hallen. Jonah (8) und Eliah (6) konnten gar nicht genug bekommen. Wie viele andere Kinder auch hatten sie die fünf Mitmach-Stationen besucht und einen grünen Liebherr-Rucksack als Belohnung bekommen.

Im großen Festzelt konnte man sich zudem bei Getränken und Grillwurst etwas erholen und wurde von Musikkapellen unterhalten. Gegen 16.30 Uhr leerte sich das Betriebsgelände. Die Teleskopkrane wurden eingefahren und die Fahnen abgehängt. „Aufgeräumt wird aber erst am Montag“, meinte ein Beschäftigter. Der Sonntag war nach den Kunden- und Mitarbeitertagen für die Beschäftigten und für die Krane ein Ruhetag. Ab heute wird wieder produziert.

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