Schelklingen / Bernhard Raidt  Uhr
Staub und Lärm der Recyclinganlage Steinwerk Schelklingen waren in der vergangenen Woche Thema der Stadträte. Die Verantwortlichen der Firma Ecosoil mussten sich harten Fragen stellen. Doch was ändert sich nun?
Es waren harte Fragen, die die Schelklinger Stadträte in der vergangenen Woche an die Verantwortlichen der Firma Ecosoil stellten. Die Räte klagten über den Lärm, Staub und Schmutz, den die Recyclinganlage der Firma auf dem Gelände des Steinwerks nahe der Innenstadt macht. In der Anlage werden Felsen aus den Tunnelbauten der Bahn zu Split zermahlen.

Doch was ändert sich nach der Debatte im Gemeinderat? Viel wird von den Gutachten abhängen, die Ecosoil zur Lärm- und Staubbelastung bei unabhängigen Instituten in Auftrag gegeben hat. Ecosoil-Geschäftsführer Thomas Buhler hat angekündigt, dass die Messwerte veröffentlicht werden. Sollten sie über den zulässigen Normen liegen, soll nachgebessert werden, kündigte Buhler an.

Helmut Reichelt vom Fachdienst Umwelt- und Arbeitsschutz hieß es bei der Ratssitzung gut, dass Ecosoil die Gutachten selbst in Auftrag gab. Andernfalls wären sie angeordnet worden. Gerade die Lärmmessung für die Recyclinganlage sei schwierig und benötige einen Experten, sagte Reichelt. Denn der Lärm der Bundesstraße, des Zementwerks und der Bahnstrecke vermische sich mit dem der Recyclinganlage. Es müsse sehr genau gemessen werden, um den exakten Lärm der Ecosoil-Anlage herauszufinden. Dass die Anlage am Samstag ruhen soll, könne nicht vorgeschrieben werden, sagte Reichelt. Die Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) unterscheide nicht nach Wochentagen. Ecosoil-Geschäftsführer Buhler berichtete immerhin, dass seine Firma derzeit über neue Lieferverträge verhandle. Nach deren Abschluss werde die Anlage womöglich am Samstag ruhen. Auch die Ecosoil-Mitarbeiter seien ja nicht erfreut darüber, am Samstag zu arbeiten, sagte Buhler.

Und sonst? Ein spezieller Kehrwagen mit Hochdruck-Aufnehmer werde häufiger als bisher die Schelklinger Straßen säubern, kündigte die Firma an. Auch die Kiesberge sollen sich nicht mehr so hoch und unmittelbar am Weg zum Freibad türmen. Insgesamt werde noch bis Ende 2017 in der Schelklinger Anlage Kalkstein gebrochen, sagte Buhler in der Sitzung.