Paartanz West Coast Swing in Allmendingen

Zehn Paare haben sich im Allmendinger Bürgerhaus von Andreas Kasper (schwarz gekleidet) in die Geheimnisse des West Coast Swing-Tanzes einweihen lassen.
Zehn Paare haben sich im Allmendinger Bürgerhaus von Andreas Kasper (schwarz gekleidet) in die Geheimnisse des West Coast Swing-Tanzes einweihen lassen. © Foto: Emmenlauer JuergenTel.0170/41156
Allmendingen / Renate Emmenlauer 11.10.2018
Zehn Paare trauten sich am Mittwochabend in Allmendingen, den Trendtanz aus Kalifornien auszuprobieren.

Die 20 Tanzwilligen kamen wohl auch deshalb ins Allmendinger Bürgerhaus, weil Andreas Kasper den meisten Teilnehmern bekannt ist. Der gebürtige Ehinger, der viele Jahre der Tanzschule Möhrle angehört und in deren Namen zahlreiche Preise und Titel in verschiedenen Tanzstilen errungen hatte, unterrichtet seit vielen Jahren als Tanztrainer.

Kennen- und lieben gelernt

Kasper, der in Ulm wohnt, war mit der Resonanz auf den von der Volkshochschule Allmendingen angebotenen Kurs mehr als zufrieden. „So langsam erobert dieser Paartanz auch Deutschland. Europa ist von der Welle längst erfasst“, berichtete der Drittplatzierte der Deutschen Meisterschaften im West Coast Swing. „Jeder, der ihn mal getanzt hat, wird von der besonderen Atmosphäre infiziert“, sagte er. Er selbst habe diesen Swing-Tanz vor Jahren bei einem European Dance Festival kennen gelernt und sich sofort in den lockeren Tanzstil mit vielen Improvisationsmöglichkeiten verliebt.

Dies strahlte der Tanzlehrer auch aus. „Und die Damen dürfen sich bei diesem Tanz endlich mal emanzipieren. Der lässt ihnen mehr Freiheit als alle bisherigen Paartänze. Der Mann gibt seinen Wunsch vor, die Frau kann dem nachkommen oder nicht“, erläuterte er. Was die Herren nachsichtig aufnahmen. „Jetzt haben wir dann auch beim Tanzen die Führung verloren“, sagte einer schmunzelnd.

Nach kurzen einleitenden Worten ging’s gleich zur Sache. „Wer kennt den West Coast Swing? Wer kann überhaupt einen Tanzstil?“, fragte der Tanzlehrer. Zu Frage eins hob sich kein Arm, auf die zweite Frage meldeten sich alle Teilnehmer. „Wer führt, stellt sich links auf, die anderen rechts“, wies Kasper an, und die Neulinge folgten. Innerhalb von zehn Minuten waren die Grundschritte und Figuren intus, und der Paartanz konnte starten.

Der Mann gilt als Ruhepol

Laut Kasper ist der West Coast Swing ein Tanz, der nicht viel Platz braucht. Der Mann gelte  als Ruhepol im Paar. „Und dieser Tanz kann zu nahezu jeder Musik im Viervierteltakt getanzt werden“, merkte er an. Wobei der West Coast Swing auch zum Swing-Sound passe. Mit jeder Viertelstunde wurde am Mittwoch deutlicher, wie begeistert und auch entspannt die Kursteilnehmer waren.

Roswitha und Johannes Danetzki tanzen seit vielen Jahren Standard und Latein. „Der West Coast ist noch lockerer, noch kurzweiliger.“ Das Ehepaar aus Erbach war schon bei mehreren Tanzkursen der VHS Allmendingen dabei. „Das Angebot hier ist klasse.“ In diesem Semester gibt es Discofox, Standard, Latein, Salsa, „Offene Übungsabende“ und den „Tanz in den Mai“, alle leitet Andreas Kasper. Dazu kommen noch Stepptanz, Meditativer Tanz, Tanz ab der Lebensmitte sowie Klang und Tanz der Stille.

Auch Brigitte und Hartwig Wilking haben sich den Tanzabend nicht entgehen lassen. Das Ehepaar hat von 1994 bis 2014 die Allmendinger VHS geleitet und als erste Volkhochschule das Tanzen integriert.

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