Konzert Weihungstaler Stubenmusik in Ehingen zu Gast

Angelika Köder, Annette Beuthner, Lihong Zhang sowie Walter Gentner (von links) sangen Marienlieder.
Angelika Köder, Annette Beuthner, Lihong Zhang sowie Walter Gentner (von links) sangen Marienlieder. © Foto: Christina Kirsch
Ehingen / CHRISTINA KIRSCH 09.10.2018

Unser Mariensingen ist fast schon eine kleine Tradition“, sagte Diakon Roland Gaschler in seiner Ansprache beim Mariensingen in der Ehinger Liebfrauenkirche. Die Weihungstaler Stubenmusik singt seit Jahren zum Rosenkranzfest in der Ehinger Kirche, die ohnehin der Gottesmutter geweiht ist. Die Figur der Muttergottes mit dem Jesuskind im Arm steht zentral im Hochaltar und schickt ein freundliches Lächeln zu den Besuchern.

Gitarre, Hackbrett und Harfe

Das Mariensingen mit alpenländischen Liedern und einem entsprechenden Stubenmusik-Instrumentarium hat in Ehingen so viele Fans, dass die Liebfrauenkirche fast bis zur letzten Reihe gefüllt war. Chefin der Gruppe, die bis zu einem Dutzend Akteure zählt, ist Antonia Häussler. Die Musikerin aus Illerkirchberg spielte am Sonntagabend Zither und zählte jeweils die einzelnen Musikstücke ein. Es waren überwiegend Marienlieder. Man hörte Gitarre, Hackbrett und Harfe. Walter Gentner griff bei einigen Liedern auch zum Akkordeon.

Diakon Roland Gaschler las aus dem Lukas-Evangelium. „Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast Gnade bei Gott gefunden“, verkündet darin der Engel. So handelten auch die gesungenen Lieder vom Vertrauen in den göttlichen Ratschluss, von der Liebe einer Mutter zu ihrem Sohn und dem Vorbildcharakter der Madonna. Gaschler ging in seiner Ansprache auf verfolgte Christen und Flüchtlinge ein. „Die zivilisierte Welt empört sich zu wenig über die Christenverfolgungen in der islamischen Welt“, meinte er. Flüchtlinge seien in jedem Fall Opfer. Für Deutschland bleibe die Integration eine große Aufgabe. Ihn mache die eigene religiöse Identität der deutschen Bevölkerung große Sorge, denn die Stärkung der eigenen Identität sei eine große Aufgabe.

„Nur ein Land mit starker eigener religiöser Identität ist fähig, andere zu integrieren“, meinte der Diakon. Dazu gehöre auch das Feiern der kirchlichen Feste im Jahreskreislauf. Als nächstes stehe St. Martin an und dann gehe es bereits auf Weihnachten zu. „Die Vitalität des Glaubens soll sichtbar werden“, mahnte Gaschler. Mit dem Konzert der Weihungstaler Stubenmusik wurde die Vitalität des Glaubens nicht nur sichtbar, sondern vor allem auch hörbar.

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