Vorstand Wechsel bei der Donau-Iller-Bank

Andreas Hacker 11.11.2017
Dem Abriss und Neubau in der Ehinger Innenstadt folgen bei der Donau-Iller-Bank auch interne Veränderungen: Der Vorstandssprecher geht zum Jahresende in Ruhestand. Und der Aufsichtsrat benennt den Generalbevollmächtigten zum Nachfolger.

Jetzt ist offiziell, was intern von vielen schon erwartet worden ist: Jost Grimm, bisher Generalbevollmächtigter der Donau-Iller-Bank mit Sitz in Ehingen, wird zum Jahreswechsel neuer Vorstandssprecher. Das hat die Bank gestern am Rand des symbolischen Spatenstichs zum Start der Rettungsgrabungen auf dem Volksbank-Areal an der Sonnengasse bekannt gegeben.

Südwestfale an die Spitze

Der Baggerbiss mit dem jetzigen Vorstandssprecher Hans-Peter Hirling steht dabei für bauliche und interne Veränderungen bei der Bank. Hirling ist in diesem Jahr 65 Jahre alt geworden und geht Ende Dezember in Ruhestand. Vom Aufsichtsrat ist inzwischen auch die Nachfolge geregelt worden: Mit dem 51-jährigen Jost Grimm rückt ein gebürtiger Südwestfale an die Spitze der Bank, der schon seit 16 Jahren im Haus ist, davon 14 Jahre lang als Prokurist und zuletzt zwei Jahre lang als Generalbevollmächtigter. Weiter im Vorstandsteam der Bank sind Peter Seibel und Gerhard Deuringer. Deuringer kam durch die Fusion mit der Raiffeisenbank Donau-Iller von Erbach nach Ehingen und war bisher stellvertretendes Vorstandsmitglied.

Die begonnenen Grabungen auf dem Areal an Sonnen- und Schulgasse sollen bis April 2018 dauern. Die Grabungsfirma Archäograph aus dem bayerischen Friedberg geht dort,  wo Hinweise auf mittelalterliche Siedlungsreste erwartet werden, Schicht um Schicht in die Tiefe und schickt Funde an das Landesdenkmalamt. Gegraben wird entlang der Sonnengasse und der Schulgasse bis zum ehemaligen „Pfauen“, von dem noch letzte Reste stehen. Das eigentliche Volksbank-Gebäude mit dem weißen Querbau bleibt bis April 2018 stehen, damit Weihnachtsmarkt und Fasnet in gewohnter Umgebung stattfinden können, wie Hirling gestern sagte. Die Fläche darunter gilt als archäologisch tot, weil die alte Volksbank ein relativ junges Gebäude ist, das erst vor rund 60 Jahren gebaut worden war. Hier stand, wie berichtet, bis 1955 das ehemalige Gasthaus zum Goldenen Kreuz.

Nach Abschluss der Grabungen sollen im zweiten Quartal 2018 zunächst Verbauarbeiten für den Aushub der Baugrube beginnen. Und noch in diesem Jahr wollen die Architekten Braunger Wörtz aus Ulm den Bauantrag für die Volksbankhöfe einreichten. „Die neue Bebauung tut der Innenstadt gut“, sagte Hirling gestern zu dem Ensemble aus drei dreigeschossigen Gebäuden mit Satteldach, die sich in unterschiedlicher Größe um Marktplatz, Schul- und Sonnengasse gruppieren werden. Ziel sei, erklärt Architekt Marcus Wörtz, die Altstadt mit ihrer Struktur aus Einzelgebäuden und atrraktiven Außenräumen weiterzubauen und die Volksbankhöfe bestmöglich in die historische Umgebung einzufügen. Die Gassen zwischen den drei Neubauten schaffen seiner Ansicht nach neue Wege und kleine Plätzchen.

Engstelle kommt weg

Entstehen wird auf einem 1855 Quadratmeter großen Grundstück ein Gebäudekomplex mit insgesamt 4300 Quadratmetern Wohn- und Gewerbefläche, wobei für gewerbliche Nutzungen Einzelflächen von 95 bis 510 Quadratmetern zur Verfügung stehen. Darunter bietet eine Tiefgarage später etwa 40 Stellplätze. Die Tiefgarage wird mit der unter Bucks Höfle verbunden, um die Verkehrsbelastung im Kern zu reduzieren. Im Zuge der Anbindung an die bestehende Zu- und Ausfahrt der Tiefgarage   wird diese umgestaltet, so dass die extrem enge Passage beim Rolltor der Volksbank beseitigt wird. Voraussichtlich im dritten Quartal 2020, hofft Marcus Wörtz, werden die Volksbankhöfe fertig sein.