Versorgung Wasserversorgung: Wissen, wie es weitergeht

Gamerschwang / Rainer Schäffold 17.05.2018

Wie steht’s mit dem Ist-Zustand? Wie entwickelt sich die Griesinger Wasserversorgungsgruppe weiter und was gibt es zu verbessern? Diese Fragen soll ein Strukturgutachten klären. Die Verbandsversammlung hat bei ihrer turnusmäßigen Sitzung am Dienstag im Sitzungssaal des Rathauses in Gamerschwang beschlossen, ein solches Gutachten in Auftrag zu geben.

Dafür hat der Zusammenschluss mit seinem Vorsitzenden Oliver Klumpp, zu dem außer der Gemeinde Griesingen auch die Ehinger Teilorte Altbierlingen, Berg, Dettingen, Dintenhofen/Herbertshofen, Gamerschwang, Kirchbierlingen (nur mit Sontheim und Weisel), Rißtissen sowie Schaiblishausen mit Bockighofen gehören, 60 000 Euro eingeplant. Ein Landeszuschuss von 30 000 Euro wird erwartet.

Ansonsten seien die Zahlen im Wirtschaftsplan für das Jahr 2018 im Rahmen der Vorjahre, wie Verbandsrechner Hans-Martin Mayer sagte. Mit den Betriebskosten steigt der erwartete Wasserpreis auf rund 55 Cent pro Kubikmeter, im Vorjahr waren’s laut Ergebnis rund 48 Cent – im Plan war von einer höheren Zahl ausgegangen worden.

Die Mitglieder erfuhren in der Versammlung auch, dass der Brunnen in Rißtissen, aus dem ein kleinerer Teil des Wassers gewonnen wird, seit Oktober 2016 außer Betrieb ist. Ein Keim war dort aufgetaucht. Wann die Förderung wieder aufgenommen werden kann, entscheide allein das Gesundheitsamt, erklärte Wassermeister Karl-Josef Gräter.

An Grenzen der Genehmigung

So muss aus den beiden Tiefenbrunnen bei Gamerschwang mehr Wasser gefördert werden, was die Kapazität allmählich an die Grenzen der wasserrechtlichen Genehmigung führe. Dies sei kurzfristig jedoch kein Problem, sagten die Fachleute.

Gespeichert wird das Wasser im Hochbehälter bei Nasgenstadt, der rund 1700 Kubikmeter fasst, im Ausgleichshochbehälter bei Sontheim (700 Kubikmeter) sowie der Speicher in Rißtissen (300 Kubik). Auf die Teilorte der Stadt Ehingen entfallen rund 84, auf die Gemeinde Griesingen etwa 16 Prozent des geförderten Wassers.