Exkursion Thementag: Wo kommt unser Wasser her?

Nicht alle Teilnehmer sind jung: Die Junge Union Allmendingen hatte zum Thementag über die Wasserversorgung geladen, hier die Gruppe im Pumpwerk.
Nicht alle Teilnehmer sind jung: Die Junge Union Allmendingen hatte zum Thementag über die Wasserversorgung geladen, hier die Gruppe im Pumpwerk. © Foto: Walter Kneer
Allmendingen / Walter Kneer 02.09.2018
Vier Brunnen versorgen Allmendingen und seine Teilorte mit Wasser, wie beim ersten Thementags der Jungen Union erfahren haben.

Allmendingen und seine Teilorte bekommen ihr Frischwasser aus vier Brunnen im Allmendinger Ried. Dies haben die Teilnehmer am ersten „Thementag der Jungen Union Allmendingen“ am Samstagnachmittag von Wassermeister Gerhard Geprägs aus Ennahofen erfahren. Sie haben die Wasserfassung beim Weiher mit den vier Brunnen im oberen Tal des Allmendinger Rieds und die Hochbehälter Aschen und Ennahofen besichtigt.

14 Interessierte waren der Einladung zum Thementag gefolgt, bei dem es um die Wasserversorgung in der Gemeinde Allmendingen ging. Kein schlechtes Thema angesichts des trockenen Sommers, könnte man meinen. Unter den Teilnehmern waren jedoch lediglich vier Mitglieder der Jungen Union.

Fachmann mit Herzblut

Dies tat dem Ganzen aber keinen Abbruch, denn mit Gerhard Geprägs, Wassermeister der Gemeinde Allmendingen, erklärte ein absoluter Fachmann die Wasserversorgung der Gemeinde Allmendingen und ihrer Teilorte. Geprägs, bis 2015 Leiter der Abteilung Technik im Allmendinger Rathaus, ist auch im Ruhestand weiter für die Gemeinde als Wassermeister – und das mit Herzblut – tätig, wie die Teilnehmer feststellen konnten.

Die Brunnen, aus denen das Allmendinger Trinkwasser kommt – auch für die Teilorte auf den Lutherischen Bergen und auf dem Hochsträß –, sind zwischen 60 und 136 Metern tief. Da die meisten der Teilnehmer von den Lutherischen Bergen kamen, interessierte diese speziell die Wasserversorgung der Ortschaften auf der Alb. Bis 1988 bezogen Ennahofen, Grötzingen, Weilersteußlingen und Ermelau ihr Wasser von der Weiherquelle bei Hütten, das von der Pumpstation in Talsteußlingen auf die Alb gepumpt wurde. 1988 gab es dann den Anschluss an die Wasserversorgung Allmendingen. Seither  kommt das Wasser für die Alborte von einem der vier Brunnen.

Das Trinkwasser wird mit acht Litern pro Sekunde gefördert und in den Sammelbehälter beim Wasserturm in Ennahofen gepumpt. Im Hochbehälter beim Wasserturm stehen rund 370 Kubikmeter Wasser, und 200 Kubikmeter im Wasserturm den Ortschaften selbst zur Verfügung, erklärte Gerhard Geprägs. Ein anderer Brunnen versorgt die „Hochsträß-Wasserversorgungsgruppe I“ mit Wasser. Dazu wird das Wasser zum Hochbehälter „Aschen“ bei Hausen gepumpt, wor rund 750 Kubikmeter Wasser dauerhaft zur Verfügung stehen.

Kalk gibt den Geschmack

„Wir haben mit dem Härtegrad drei ein hartes, aber geschmacklich gutes Wasser, denn der Kalk gibt dem Wasser den Geschmack“, sagte Geprägs, auf  Härtegegrad und Qualität des Wassers angesprochen. „Die Qualität ist gut, besser als bei Tafelwasser. Und außerdem ist Trinkwasser das am häufigsten kontrollierte Lebensmittel.“

Info Weitere Thementage werden im halbjährlichen Rhythmus folgen, kündigte die Junge Union Allmendingen an.

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