Tarifstreit Warnstreik bei Liebherr

Rolf Ebe (links) und Norbert Betz im Gespräch mit Kollegen über die nächsten Schritte im Tarifkonflikt.
Rolf Ebe (links) und Norbert Betz im Gespräch mit Kollegen über die nächsten Schritte im Tarifkonflikt. © Foto: Andreas Hacker
ah 13.01.2018
3300 Beschäftigte waren am Freitag bei Liebherr in Ehingen zum Streik aufgerufen. Die IG Metall plant eine zweite Aktion mit Kundgebung in einer Woche.

Nach Cooper in Schelklingen hat die IG Metall am Freitag auch im Liebherr-Werk Ehingen die 3300 Beschäftigten zum Warnstreik aufgerufen. Tag- und Frühschicht verließen um 12 Uhr das Werk, Kollegen der Spätschicht blieben daheim. „Es versteht sich von selbst“, sagte der Betriebsratsvorsitzende Rolf Ebe, dass es angesichts der positiven Zahlen in der Metall- und Elektroindustrie und vor allem angesichts der Zahlen, die Liebherr Ehingen schreibe, eine Erwartungshaltung bei den Beschäftigten gebe, daran beteiligt zu werden. Die Forderung nach einem Plus von sechs Prozent beim Entgelt sei Ausdruck davon. Ebe und sein Stellvertreter Norbert Betz informierten an Tor 2 auch über weitere Schritte: Am 19. Januar soll es bei Liebherr einen zweiten Warnstreik geben, diesmal mit Kundgebung. Nachdem es in der dritten Verhandlungsrunde „allenfalls in Nuancen“ eine Annäherung gegeben habe, wie Ebe sagte, hält die IG Metall weitergehende Aktionen für notwendig und denkt an einen ganztägigen Warnstreik, vor allem um ihrer zweiten Forderung nach einem Anspruch auf vorübergehende Arbeitszeitverkürzung Nachdruck zu verleihen. Die Arbeitgeber hätten das Recht, die Arbeitszeit unter Auflagen zu erhöhen, sagte Ebe, deshalb sei es nun an der Zeit, den Arbeitnehmern das Recht für eine befristete Verkürzung zuzugestehen.