Schelklingen War Knapps Reise zur Eiszeit-Venus dienstlich?

Schelklingen / BEN 12.05.2012

Nach dem Eklat in der Gemeinderatssitzung Ende April fordern acht Schelklinger Stadträte eine neue Beratung - unter anderem über die Verabschiedung des Haushalts. Für die Sitzung hatte Bürgermeister Michael Knapp eine Tagesordnung mit 16 Punkten vorgelegt. Das hielten die Räte für unzumutbar und beschlossen, dass die Sitzung nur bis 22 Uhr dauern darf. Der Zeitplan war nicht einzuhalten, und Knapp drängte auf Fortsetzung, der Haushalt müsse verabschiedet werden. Woraufhin acht Räte den Saal verließen. Knapp machte mit dem Rest weiter - der Etat wurde verabschiedet. Die Sitzung sei nicht ordnungsgemäß verlaufen, kritisieren die acht Räte nun in einem Schreiben an den Bürgermeister und die Rechtsaufsicht des Landratsamts. Sie verlangen eine erneute Beratung. In einem weiteren Antrag fordern sie die Verlegung der Sitzung am 30. Mai, in den Pfingstferien. Denn in dieser gehe es um ein brisantes Thema, den Bebauungsplan für das Werksgelände von Heidelberg Cement. Weiter bittet Stefan Auer, Fraktionschef von Pro Schelklingen, die Rechtsaufsicht, die Reise von Bürgermeister Knapp nach Berlin zur Ausstellung mit der Eiszeit-Venus zu prüfen. Das sei keine Dienstreise gewesen, meint Auer, die Stadt müsse die Kosten nicht übernehmen. Zumal die Wanderausstellung zuvor in Konstanz gewesen sei: "Eine Fahrt dorthin wäre günstiger gewesen."