Rückblick Vor 25 Jahren: Viel los im Steinbruch

Vor 25 Jahren: In der Schaufel des Radladers hatten 20 Tonnen Gestein Platz. Für ein Gruppenfoto stellten sich die Teilnehmer des Ferienprogramms in der Schaufel des Fahrzeugs auf. 
Vor 25 Jahren: In der Schaufel des Radladers hatten 20 Tonnen Gestein Platz. Für ein Gruppenfoto stellten sich die Teilnehmer des Ferienprogramms in der Schaufel des Fahrzeugs auf.  © Foto: Archiv/Josef Haible
jb 19.07.2018

Vor 25 Jahren

Sommerzeit – Steinbruchzeit. Das war auch Ende Juli 1993 der Fall; knapp 30 Teilnehmer des Ehinger Ferienprogramms waren zu Gast im Schelklinger Steinbruch. Die Sommerferien hatten bereits begonnen. Die Kinder erlebten im Steinbruch Vohenbronnen eine Sprengung und erfuhren, dass im Vorjahr 1,7 Millionen Tonnen Zement produziert worden waren.

Diebesgut im Wert von 20 000 Mark stellten Polizisten in einer Garage in Ehingen sicher. Ein 34 Jahre alter Mann, der die Garage gemietet hatte, behauptete zunächst, der Eigentümer der zahlreichen Elektrogeräte, Autoreifen und Schweißgeräte zu sein. Unter den Gegenständen hätten sich aber etwa Elektrogeräte aus den Jugendräumen in Gamerschwang und Griesingen befunden, die gestohlen worden waren. Einige Tage später berichtete die Zeitung, dass ein Teil der Beute aus dem Einbruch ins Kieswerk in Ersingen stammte. Dort hatten Diebe Schleifmaschinen und Schweißgeräte mitgehen lassen.

Vor 50 Jahren

Lange war darüber diskutiert worden, nun sollte es tatsächlich Realität werden: ein Freibad in Ehingen. Wie die Zeitung im Juli 1968 berichtete, dürften die Ehinger damit rechnen, dass das Bad im Sommer 1970 in Betrieb sei. Im Spätherbst solle mit den Arbeiten begonnen werden. „Als Besonderheit und in unserem Kreis erstmalig werden alle vier Becken mit einer Heizanlage für 100 0000 Mark versehen.“ Ehingen werde dann mit 1830 Quadratmetern Wasserfläche das größte Bad im Kreis (damals noch Kreis Ehingen) haben. Die Kosten wurden auf 1,7 Millionen Mark geschätzt.

Diese Nachricht dürfte vor allem den Frauen gefallen haben: Die Stadt Ehingen plante, 250 neue Stühle für die Stadthalle zu kaufen. Die bisherigen Sitzgelegenheiten hätten sich als „Strumpffallen“ erwiesen. Sie waren hart und nicht mehr so glatt.

Was die Welt vor 50 Jahren bewegte

Aufstand In einem offenbar unblutigen Putsch hatte die irakische Armee die Regierung von Präsident Abdel Rahmann und Ministerpräsident Tahir Jahja gestürzt. Die Macht wurde einem Revolutionsrat übertragen; der Präsident befand sich im Exil in Istanbul. Über das ganze Land wurde ein Ausgehverbot verhängt. Die Flugplätze und Häfen waren geschlossen, die Straßen durften nur noch von Militärfahrzeugen genutzt werden. Wie die Zeitung schrieb, warf der Revolutionsrat der alten Regierung unter anderem vor, die Armee vernachlässigt und das „Kurden-Problem“ nicht gelöst zu haben. jb

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