Rückblick Vor 25 Jahren: Ran ans Parkett

Vor 25 Jahren: In Ehingen legten junge Parkettleger ihre Gesellenprüfung ab.
Vor 25 Jahren: In Ehingen legten junge Parkettleger ihre Gesellenprüfung ab. © Foto: Archiv/Jutta Kriegler
jb 09.08.2018

Vor 25 Jahren

22 Parkettleger, die an der Gewerblichen Schule in Ehingen ausgebildet worden waren, bestanden ihre Gesellenprüfung. Die Aufgabe: Ein selbst entworfenes Parkettmuster legen. Wie in der Zeitung zu lesen war, seien in der Klasse Schüler aus dem ganzen Land sowie sechs Auszubildende aus Ostberlin vertreten gewesen. Parkettböden seien wieder mehr gefragt, und da nur wenige Jugendliche diesen Beruf erlernten, wurden fast alle der jungen Leute in ihren Ausbildungsbetrieben übernommen.

Einen neuen Rekord meldete die Ehinger Michel-Buck-Schule: 820 Schüler würden nach den Sommerferien die Einrichtung besuchen, berichtete die Zeitung. Mit dieser Rekordzahl stoße die Schule an ihre Grenzen. Alle Ausweichräume würden bereits seit Jahren als Klassenzimmer genutzt. Nun, während der Ferien, müsse ein Technikraum im Untergeschoss noch zum Klassenzimmer umgebaut werden.

Vor 50 Jahren

Die Landwirte im Kreis Ehingen sorgten sich um die Ernte, berichtete die Zeitung. Der Juli 1968 war recht trocken gewesen, doch der August geizte nicht mit Regen. Das Getreide war bedroht, die zweite Heuernte sei schon zu großen Teilen wertlos. Die Donau führte leichtes Hochwasser, in Rißtissen befürchteten die Menschen Überschwemmungen – sollte es weiterhin regnen. Die Bauunternehmer klagten: Baugruben liefen voll, Termine konnten nicht eingehalten werden.

Die Jagdhütten im Kreis Ehingen schienen es den Dieben angetan zu haben, war zu lesen. Einbrecher waren in eine Hütte auf Ehinger Gemarkung eingestiegen und hatten dort eine Kuckucksuhr sowie zwei Sturmlaternen mitgehen lassen, teilte die Polizei mit. Einige Tage zuvor hatten Diebe aus einer Jagdhütte bei Ennahofen alles gestohlen, was nicht niet- und nagelfest war.

Was die Welt vor 50 Jahren bewegte

Flugunglück Südlich von Ingolstadt zerschellte am 9. August 1968 ein britisches Flugzeug vom Typ Viscount auf der Autobahn München–Nürnberg. Keiner der 44 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder überlebte den Absturz, berichtete die Zeitung. Offensichtlich hatte der Pilot auf der Autobahn notlanden wollen. Er  habe noch melden können, dass an Bord der Maschine ein Brand ausgebrochen sei. Ein Mann und sein Fahrzeug wurden von den umherfliegenden Trümmerteilen getroffen. Es sei die vierte Flugzeugkatastrophe, die sich in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg ereignet hatte: Im Februar 1958 starben 23 Menschen auf dem Flughafen München-Riem, als ihr Flugzeug verunglückte. Unter den Toten waren auch acht Fußballspieler des britischen Vereins Manchester United. Im Dezember 1960 stürzte eine amerikanische Militärmaschine in der Münchner Innenstadt ab; dabei starben 20 Insassen und 32 Passanten. Im Januar 1966 stürzte eine Lufthansa-Maschine kurz vor ihrer Landung in Bremen ab. 46 Menschen verloren dabei ihr Leben, unter ihnen sieben italienische Sportler und die Schauspielerin Ada Tschechowa. jb

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