Rückblick Vor 25 Jahren: Neuer Chef in der Chirurgie

Vor 25 Jahren: Der Kreistag wählte den Chef der Ehinger Chirurgie. Auf dem Bild die Kreisräte Karl Traub, Heinz Seiffert, Albert Ackermann und Karl Spitzmüller (von links).
Vor 25 Jahren: Der Kreistag wählte den Chef der Ehinger Chirurgie. Auf dem Bild die Kreisräte Karl Traub, Heinz Seiffert, Albert Ackermann und Karl Spitzmüller (von links). © Foto: Archiv/Ingeborg Burkhardt
Ehingen / jb 12.07.2018

Vor 25 Jahren

Das Ehinger Krankenhaus hatte einen neuen Chefarzt in der Chirurgie: Der Kreistag wählte den seit einem Jahr amtierenden kommissarischen Abteilungs-Leiter Dr. Roland Trautwein. Er setzte sich gegen zwei Mitbewerber durch, die von außerhalb kamen. In der Sache ging es um mehr als um eine reine Personalentscheidung, berichtete die Zeitung: In der Vergangenheit sei die chirurgische Abteilung von einigen Krisen und Skandalen geschüttelt worden; der vorherige Chefarzt sei zum Ende des Vorjahres ausgeschieden. Möglicherweise hätte ein neues Gesicht einen Neuanfang leichter gemacht, hieß es weiter. Landrat Dr. Wolfgang Schürle wies im Zusammenhang mit der Neubesetzung der Chefarzt-Stelle auf die Gründung der Krankenhaus GmbH hin, die für den Herbst 1993 geplant sei.

1200 Brillen im Verkaufswert von insgesamt 450 000 Euro stahlen Diebe bei einem Einbruch in ein Brillen-Fachgeschäft in der Ehinger Innenstadt. Dies sei der dritte Einbruch, der innerhalb von drei Jahren auf das Geschäft verübt worden war, berichtete die Zeitung. Die Kriminalpolizei gehe davon aus, dass die Täter feste Abnehmer hätten, denn derzeit gebe es in Baden-Württemberg eine Serie von Einbrüchen in Brillenfachgeschäfte.

Schlechte Zeiten bei Liebherr: Bis zum Ende des Jahres sollten in Ehingen 100 Arbeitsplätze abgebaut werden, berichtete die Zeitung. Alle Abteilungen seien davon betroffen; es sollten alle Möglichkeiten eines sozialverträglichen Personalabbaus ausgeschöpft werden, hieß es weiter.

Vor 50 Jahren

Am Ehinger Bahnhof gab es einen neuen Fahrkartenschalter. Die neue und moderne Ausgabe löste „die alte und umständliche Ecke ab, durch deren Gitterstäbe man sich wie vor dem Gefängnis vorkam, und vor der man fast immer zweimal sagen musste, wohin die Reise gehen soll“, berichtete die Zeitung. Bei einem Schalter solle es aber nicht bleiben, hieß es. Und auch das Problem des Warteraums – es gab bereits seit Jahren keinen solchen mehr – solle demnächst gelöst werden.

Die Ehinger Stadtverwaltung befürchte zum Beginn des neuen Schuljahres ein „ausgesprochenes Schulchaos“. Das Gymnasium könne sich gerade noch ein Jahr in seinem Raumbedarf einschränken. Die Realschule, die erstmals in der Stadt eingeführt werde, müsse in zwei gemieteten Räumen untergebracht werden. Deshalb müsse der Bau der neuen Schule am Wenzelstein rasch fertiggestellt werden.

Was die Welt vor 50 Jahren bewegte

Hilfe Die evangelische und die katholische Kirche Deutschlands erklärten, zur Unterstützung der hungernden Bevölkerung Biafras zwei Flugzeuge kaufen zu wollen. Mit diesen sollten Lebensmittel und Medikamente in die Elendsgebiete der sich von Nigeria losgesagten Region gebracht werden. In der Vollversammlung des Weltkirchenrats im schwedischen Uppsala berichtete ein Priester vom Ausmaß der Katastrophe, in Biafra verhungerten Tausende, hieß es. jb

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