Von der Schleuse auf den Operationstisch

Die Türe zum Operationssaal: Auch das Personal hat wie Anita Ragg an dieser Stelle schon OP-Hemden und OP-Hosen angezogen. Foto: Christina Kirsch
Die Türe zum Operationssaal: Auch das Personal hat wie Anita Ragg an dieser Stelle schon OP-Hemden und OP-Hosen angezogen. Foto: Christina Kirsch
KIR 08.12.2012

Besondere Türen sind dieses Jahr Thema des Adventskalenders in der SÜDWEST PRESSE.

Durch diese Türe gehen die Menschen meist liegend: Unsere heutige Adventskalender-Türe ist eine von vier OP-Türen im Ehinger Kreiskrankenhaus. Oft verbinden sich große Hoffnungen und Notwendigkeiten mit dieser Türe. Wenn die Patienten durch diese Türe gefahren werden, sind sie bereits prämediziert und wurden in der Schleuse von ihrem Krankenbett auf den Operationstisch umgebettet. Türen in einen Operationssaal werden nicht mit den Händen berührt, sondern öffnen sich durch Berührung einer Kontaktleiste, die man mit den Schuhen betätigt. Nach 20 oder 30 Sekunden schließt sich die Türe wieder automatisch. Das ist üblicherweise die Zeit, die die Pfleger brauchen, um den Patienten in den Operationssaal zu schieben. Auch das Personal hat vor dieser Türe bereits die Schleuse hinter sich gelassen und wie die OP-Leiterin Anita Ragg schon OP-Hemden und OP-Hosen angezogen. Um diese Türe fotografieren zu können, muss auch die Fotografin in der Schleuse OP-Schuhe und OP-Kleidung anziehen. Haarnetz und Mundschutz sind ebenso Pflicht für Personen, die sich hier aufhalten. Jeder Operationssaal hat drei Türen. Durch die eine wird der Patient eingeschleust, durch die andere verlässt er den Operationssaal wieder. Durch die dritte, etwas schmälere Türe betritt der Operateur den Saal. Sie führt vom Waschraum, in dem sich das medizinische Personal die Hände desinfiziert, direkt in den OP. In den vier Operationssälen werden pro Tag etwa 20 Operationen unterschiedlicher Länge durchgeführt.