Gemeinderat Von Dauerstreit und Vorstadtbebauung

Mit jeweils sechs Wohnungen sind die beiden Häuser „Auf der Schießmauer“ in Oberdischingen geplant, was im Rat kontrovers diskutiert wurde. Hier die Ansicht von Süden her.
Mit jeweils sechs Wohnungen sind die beiden Häuser „Auf der Schießmauer“ in Oberdischingen geplant, was im Rat kontrovers diskutiert wurde. Hier die Ansicht von Süden her. © Foto: Entwurf: Ingenieurbüro Künster
Oberdischingen / Rainer Schäffold 21.06.2018

Großes und nahezu einziges Thema in der Oberdischinger Gemeinderatssitzung am Dienstag war das Bauen. Dies begann bereits bei der Bürgerfragestunde, als sich ein Zuhörer nach einer Änderung des Flächennutzungsplans fürs neue Baugebiet „Oberdischingen Nord“ erkundigte (siehe auch Bericht rechts). Er habe auf zwei Schreiben ans Rathaus noch keine Antwort erhalten. Bürgermeister Fritz Nägele kündigte eine baldige Antwort an und bot auch ein persönliches Gespräch an.

Im neuen Baugebiet „Auf der Schießmaußer“ können nicht alle Baumaßnahmen gleichzeitig beginnen – erst, wenn auch die gesamte Erschließungsstraße ausgebaut sei. Dies antwortete der Bürgermeister auf eine weitere Anfrage eines Gasts im Ratssaal.

Kontrovers diskutiert wurden manche der privaten Bauanträge. So könne Werner Kreitmeier dem Antrag auf zwei Wohnhäuser mit jeweils sechs Wohnungen nicht zustimmen, sagte er. Denn die vorgeschriebenen 16 Parkplätze seien nicht ausreichend. „Ein Dauerstreit ist vorprogrammiert.“ Josef Rapp gefällt die „Art der Verdichtung“ nicht; dies erinnere ihn an „Vorstadtbebauung“. Die Bauart widerspreche zwar nicht dem Bebauungsplan, sei aber nicht „im Sinne des Erfinders“. Mit 6 zu 4 Stimmen ging der Bauantrag schließlich durch.

Drei Gegenstimmen gab es für einen Antrag, an einem Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung „Unter der Halde“ eine Befreiung vom Bebauungsplan auszusprechen. Der Bauherr plant eine Dachneigung von 48  statt der vorgeschriebenen 38 Grad.

Ein Thema handelte dann doch nicht vom Bauen: Der Bürgermeister berichtete vom weit geringer als erhofft ausgefallenen Zuschuss aus dem Ausgleichstock fürs neue Feuerwehrauto (wir berichteten). Dennoch gehe er bei 330 000 Euro Gesamtkosten von rund 50 Prozent Zuschuss aus. Nach der Sommerpause werde der Auftrag ausgeschrieben, die Vergabe erfolge dann frühestens Ende des Jahres. Nägele rechnet mit der Auslieferung nicht vor Ende 2019.

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