Die Volksbank-Höfe beginnen von unten an zu wachsen. Auf der Großbaustelle mitten in Ehinger ist der größte Teil der Grundbodenplatte betoniert. 250 Kubikmeter und dann noch einmal 180 Kubikmeter Beton sind dafür verwendet worden. „Wir sind jetzt dabei, die Wände des Untergeschosses zu betonieren“, sagt Bauleiter Jonas Brotbeck.

Für den 29-Jährigen sind die Volksbank-Höfe die bislang größte Baustelle, die er betreut – und sie macht ihn ein bisschen stolz. „Als Ehinger Unternehmen so eine Baustelle mitten in der Stadt zu haben, ist natürlich schon etwas Besonderes“, sagt Brotbeck. Das finden auch viele Passanten. Fast immer stehen oben am Rand der Baugrube Zuschauer und beobachten die Baufachleute bei ihrer Arbeit. „Wir haben extra ein Transparent entfernt, damit die Leute besser runterschauen können“, sagt Brotbeck.

Den heikelsten Arbeitsplatz hat dabei  Mike Zöllner. Der Kranführer transportiert den Beton mit dem „Kübel“ vom Betonmischer zu den Männern, die den Baustoff an den Wänden einbringen. Zöllner selber steht im Kübel und steuert ihn durch luftige Höhen – und landet dann punktgenau dort, wo der Beton benötigt wird. Wird ihm nicht schwindlig in seinem Kübel, wenn es arg windet und alles schwankt? „Wenn’s mir schwindlig wäre, hätte ich den falschen Beruf“, sagt Zöllner nur und lässt die nächste Ladung Beton nachfüllen.

Für die großen Flächen der Bodenplatte kam aber eine Betonpumpe zum Einsatz. Brotbeck arbeitet dabei mit den Spezialisten der Betonpumpenunion (BPU) aus Ulm zusammen. Außerdem werden derzeit schon die Treppenhäuser betoniert, die vom zweiten Untergeschoss (U2) hinauf zum ersten Geschoss (U1) führen. Während unten Keller- und Lagerräume vorgesehen sind, werden eine Etage höher die Autos in der Tiefgarage parken. Die Decke des untersten Geschosses wird deshalb auch besonders massiv gebaut und von vielen Stützen gehalten – schließlich werden darauf mal viele Autos fahren und parken.

Hochbau von Juli an

Jetzt, nach Ostern, soll mit dem Betonieren dieser Decke von U2 begonnen werden, sagt Bauleiter Brotbeck. Danach werden die Außenwände und die Stützen der neuen Tiefgarage hochgezogen, bevor wieder die nächste Decke folgt. „Es wird fast bis in den Juli gehen, bis wir die Erdgeschoss­ebene erreichen“, sagt Brotbeck. Dann beginnt der eigentliche Hochbau.

Decken, Wände – der überwiegende Teil der neuen Volksbankhöfe wird übrigens aus Beton bestehen. Das Material hat nicht nur statische Vorteile, sondern ist auch in Sachen Schallschutz gut. Laute Veranstaltungen auf dem Ehinger Marktplatz sollten so wenig zu hören sein im Neubau.

Der Durchbruch steht bevor

Der Durchbruch zur Tiefgarage in Bucks Höfle steht noch bevor – ein aufwendiges Vorhaben. Die Bewohner der darüberliegenden Häuser werden vorab informiert, wenn unter ihren Gebäuden gearbeitet wird. Aber ist der Durchbruch geschafft, ist eine Durchfahrt von der Tiefgarage der Lindenhalle bis zu der der Volksbank-Höfe möglich – und das ist eine beachtliche Strecke, die da unterirdisch zurückgelegt wird.

„Wir liegen voll im Zeitplan“, sagt Brotbeck zur Planung der Baustelle. Um die 14 Baufachleute der Firma Brotbeck sind auf der Baustelle tätig, dazu kommen noch die Eisenbinder, die die Armierung für die Betonarbeiten an den Wänden herstellen. Brotbeck lobt auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Ehingen – die Kooperation sei bei dieser beengten und belebten Baustelle mitten in der Innenstadt besonders wichtig. „Aber alles läuft prima“, sagt ein sichtlich zufriedener junger Bauleiter.