Rückblick Historisches: Vielfalt im Wald

Im Wald zwischen Lauterach und Mundingen erfuhren Forstmeister aus dem gesamten Bereich der Forstdirektion Tübingen, was es mit der naturnahen Waldbewirtschaftung auf sich hat.
Im Wald zwischen Lauterach und Mundingen erfuhren Forstmeister aus dem gesamten Bereich der Forstdirektion Tübingen, was es mit der naturnahen Waldbewirtschaftung auf sich hat. © Foto: Archiv/Doris Moser
Ehingen / jb 22.08.2018
Vor 25 Jahren berichtet die Zeitung über Forstwirtschaft und sozialen Wohnungsbau. Vor 50 Jahren war ein Brand ein Thema.

Vor 25 Jahren

Vielfalt statt Monokulturen – dieses Ziel werde in den Wäldern im Alb-Donau-Kreis verfolgt und habe sich bewährt. Das erfuhren im August 1993 knapp zwei dutzend Forstmeister in einer Schulung im Forststützpunkt Mochental. Man setze auf naturnahe Verjüngung, Holz sei ein gesunder und wichtiger Baustoff, die Wälder verlören ihre Eintönigkeit.

Dem Alb-Donau-Kreis stand ein Wahljahr bevor: 1994 sollten in 13 Gemeinden neue Bürgermeister gewählt werden, auch in Ehingen. Oberbürgermeister Johann Krieger stelle sich wieder zur Wahl, hieß es in der Zeitung. Krieger, der vor seiner Wahl zum Stadtoberhaupt Verwaltungsrichter gewesen war, sei mit seiner damaligen Entscheidung sehr zufrieden, hieß es.

Feuer in Dettingen bei Ehingen: Die Scheune eines Bauernhofs stand in Flammen. Dank des beherzten Eingreifens von Nachbarn und Feuerwehrleuten habe fast der gesamte Viehbestand des betroffenen Hofs – 20 Rinder sowie 50 Schweine – gerettet werden können. Fünf Schweine erstickten jedoch im dichten Qualm. Die Polizei bezifferte den Schaden auf 300 000 Mark, hieß es.

Es sei zwar nur ein „Tropfen auf dem heißen Stein“, aber bitter nötig: An der Breslauer Straße in Ehingen sollten 28 neue Sozialwohnungen entstehen, gebaut von der GWO (Genossenschaft für Wohnungsbau Oberland, Laupheim). Landrat Dr. Wolfgang Schürle berichtete beim Spatenstich, dass es vor allem für Allein­erziehende schwer sei, eine passende Bleibe in der Region zu finden. Im Alb-Donau-Kreis gebe es 80 Alleinerziehende, die seit langem erfolglos auf Wohnungssuche seien.

Vor 50 Jahren

In Bockighofen brannte eine Scheune nieder, die bereits bis oben mit der neuen Ernte gefüllt war. Verursacht hatte das Feuer ein Bub, der mit Streichhölzern gespielt hatte, war zu lesen. Ein Teil der landwirtschaftlichen Maschinen konnte gerettet werden.

Die Obst- und Beerenernte in Baden-Württemberg fiel gut aus, doch der Kreis Ehingen hatte eine der schlechtesten Ernten zu verzeichnen, war zu lesen. So hätten pro Johannisbeer-Strauch nur zwei Kilogramm Früchte geerntet werden können. Andernorts waren es 3,5 Kilogramm.

Die Getreideernte war Ende August 1968 in den letzten Zügen. Rund 15 000 Hektar Getreidefläche gebe es im Kreis Ehingen. Rund 350 Mähdrescher seien im Einsatz, berichtete die Zeitung. Die Bauern waren nicht zufrieden: Der Sommer war trüb und nass gewesen, die Qualität des Getreides deshalb auch entsprechend schlecht, hieß es weiter.

Was die Welt vor 50 Jahren bewegte

Unglück Zwei Bomber der britischen Luftwaffe stießen in der Nähe von Holt im Osten Englands zusammen. Die sieben Besatzungsmitglieder kamen bei dem Flugunfall ums Leben. Die Trümmer der beiden Maschinen, von denen eine in der Bundesrepublik stationiert gewesen war, stürzten in der Nähe eines Krankenhauses zu Boden, berichtete die Zeitung. Ein Augenzeuge gab an, dass es ausgesehen habe, als falle ein riesiger Feuerball vom Himmel. Brennende Trümmerteile
fielen auch in den Garten des Krankenhauses; Passanten oder Zivilisten wurden dabei aber nicht verletzt. Die beiden Maschinen hatten sich auf getrennten Übungsflügen befunden, hieß es weiter. jb

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