Allmendingen Viele Glückwünsche für den neuen Bürgermeister

Allmendingen / Julia-Maria Bammes 21.04.2018
Florian Teichmann ist am Donnerstagabend vor 350 Gästen als neues Allmendinger Gemeindeoberhaupt vereidigt und verpflichtet worden.

Es sei ihm ein großes Anliegen, „dass wir gemeinsam zum Wohle der Gemeinschaft einstehen“ und „dass wir offen und ehrlich miteinander umgehen“, sagte Allmendingens neuer Bürgermeister Florian Teichmann am Donnerstagabend in der Turn- und Festhalle vor rund 350 Gästen. In einer öffentlichen Gemeinderatssitzung war der 37-jährige Vater zweier Kinder vereidigt und im Amt verpflichtet worden.

Teichmann war am 18. Februar mit 66,4 Prozent der Stimmen und einer Wahlbeteiligung von 65,2 Prozent bei zwei Mitbewerbern als Bürgermeister gewählt worden. „Meinen herzlichen Dank für diesen tollen Vertrauensbeweis“, sagte Teichmann. Sichtlich gerührt dankte der neue Bürgermeister seiner Frau Sabine. Ohne sie könne er das Amt nicht ausfüllen, „sie stärkt mir den Rücken“. Teichmann dankte auch seinem Vorgänger Robert Rewitz, der ein zu 200 Prozent engagierter Bürgermeister gewesen sei.

Toleranz für Fehler

Die Vereidigung und die Verpflichtung Teichmanns hatte Leonhard Sontheimer, der dienstälteste Gemeinderat, übernommen. Dem Bürgermeister-Stellvertreter Manfred Huber oblag die Begrüßung der vielen Gäste aus Kommunal- und Landespolitik, der Wirtschaft, dem öffentlichem Leben und den Vereinen.

Den Gemeinderat und den neuen Bürgermeister eine das Bestreben, „unser Allmendingen lebens- und liebenswert zu erhalten“ und in eine sorgenfreie Zukunft zu führen, sagte Gemeinderätin Veronika Balzer als Vertreterin des Gremiums. Es gehe darum, gemeinsam die Dinge anzugehen, „wir, der Gemeinderat, sind bereit, diese Symbiose einzugehen“. Ennahofens Ortsvorsteher Jochen Schaude, der für die Teilorte sprach, stellte fest, dass Teichmanns Schreibtisch im Allmendinger Rathaus zwar leergeräumt sein werde, aber „die Schubladen werden voll mit Aufgaben sein“.

Schelklinges Bürgermeister Ulrich Ruckh sprach für die Bürgermeister der benachbarten Gemeinden und ermutigte:„Sie sind gewählt worden, weil man Ihnen zutraut, die Gemeinde zu führen.“ An die Allmendinger appellierte er: „Geben Sie ihm Zeit, lassen Sie ihn immer auch Fehler machen.“

Teichmann werde oft zwischen Einzelinteressen und dem Gemeinwohl stehen, sagte Allmendingens Pfarrer Martin Jochen Wittschorek als Redner für die Kirchengemeinden. Die Schulleiter Susanne Schelkle und Jürgen Haas hatten Teichmann zum Einstand eine Schultüte mitgebracht, die sie während eines kleinen Sketches mit allerlei Nützlichem füllten – unter anderem mit Blasenpflastern (wegen der weiten Wege in der Flächengemeinde) und einer rosaroten Brille.

Vollzeitjob und Berufung

Das Bürgermeister-Amt sei ein Vollzeitjob und eine Berufung, sagte Landrat Heiner Scheffold. Als Chef der Gemeindeverwaltung habe Teichmann nun 70 Mitarbeiter unter sich. Scheffold sicherte Unterstützung der „kommunalen Familie“ zu. Der Landtagsabgeordnete Manuel Hagel (CDU) sagte: „Geben Sie Ihrem Bürgermeister die Sicherheit, die er benötigt, um ein guter Bürgermeister sein zu können.“

Auffallend häufig gingen die Redner auf das Thema Gesundheit ein: Man müsse trotz aller Aufgaben auch auf seine persönlichen Belange achten, „ich wünsche, dass Sie eine gute Balance finden“, sagte etwa Landrat Scheffold. Ein Thema, das Teichmann ebenfalls ansprach: Er könne nicht an jeder Veranstaltung teilnehmen; er bitte um Verständnis, „dass ich einen Teil meiner Freizeit bei meiner Familie verbringen möchte und muss“.

Gregor Baur, der Vorsitzende des Liederkranzes, hieß Teichmann im Namen der Vereine willkommen. Das Miteinander in der Gemeinde sei gut, sagte Baur. So spielten etwa zur Amtseinsetzung Bläser des Allmendinger sowie des Bergemer Musikvereins, die Landfrauen hatten für den Blumenschmuck gesorgt und die Feuerwehr bewirtete.