Munderkingen / Maria Bloching

Seit Herbst 2018 ist klar: Das Feuerwehrgerätehaus in Munderkingen entspricht nicht den Vorgaben des Feuerwehrbedarfsplans. Schritt für Schritt und vor allem je nach Finanzlage der Stadt soll es deshalb saniert und erweitert werden. „Wir versuchen jetzt, planerisch so viel wie möglich zu fassen. Aber für das Ganze müssen wir uns Zeit geben. Wir können nur das bauen, was wir auch finanzieren können“, sagte Bürgermeister Dr. Michael Lohner und fügte hinzu: „Was wir machen können, müssen wir machen.“

Architekt Ralf Selg hat dem Gemeinderat die Entwurfsplanung für die energetische Sanierung und die Erweiterung vorgestellt. Selg ging auf die erheblichen Mängel an dem 30 Jahre alten Gebäude ein, für dessen energetische Sanierung bereits 2018 im Haushalt 475 000 Euro berücksichtigt worden sind. Ein Zuschuss aus dem Ausgleichstock des Landes über 190 000 Euro ist bereits bewilligt. Bis zum Juni müssen die Maßnahmen mit der Erneuerung an den Dachflächen, einigen Fenstern und der Haustüre, an den Fahrzeughallentoren sowie an Heizung, Lüftung und Sanitär vergeben sein.

Anbau einer Fahrzeughalle

Die Entwurfsplanung berücksichtigt darüber hinaus den zusätzlichen Platzbedarf und die notwendige Neuordnung von sanitären Anlagen, Umkleiden, Parkplätzen sowie den Anbau einer Fahrzeughalle mit zwei zusätzlichen Stellplätzen, um auch den Unfallvorschriften gerecht zu werden.

Bisher stehen bis zu 18 ausgewiesene Parkplätze im vorderen Bereich des Feuerwehrgerätehauses zur Verfügung, doch die Situation ist laut Selg nicht zufriedenstellend. Deshalb sieht die Planung eine Neuausrichtung im hinteren Bereich mit 39 Parklätzen vor: Es sei wichtig, gefährdungsfrei zum Parkplatz zzu kommen,  ohne ankommende und abfahrende Fahrzeugen kreuzen zu müssen. Hier gibt es aber noch Gesprächsbedarf: „Damit verbauen wir uns die Möglichkeit einer zusätzlichen Erweiterung in einigen Jahren“, war der Einwand von Monika Veser. Und Bürgermeister Lohner hält es nicht für schlüssig, zunächst um das Feuerwehrgerätehaus herumzufahren und damit wichtige Zeit zu verlieren.

Durch einen Anbau mit Flachdach soll Platz für zwei zusätzliche Garagenboxen für Anhänger und MTW, Boot, Notstromaggregat und Kleingeräte geschaffen werden, außerdem für einen Alarmgang, für eine Spindreihe sowie für sanitäre Anlagen, getrennt nach Männern und Frauen. Bisher erfolgt der Zugang der Einsatzkräfte zum Umkleidebereich über die Fahrzeugausfahrt, die sich darüber hinaus mit der Zufahrt für Einsatzkräfte kreuzt.

Allerdings befindet sich das Vorhaben im Außenbereich und zum Teil im FFH-Gebiet, in unmittelbarer Nähe der Donau und innerhalb des ausgewiesenen Überschwemmungsgebiets. Fachdienste müssen deshalb an der Planung beteiligt werden.

Der Gemeinderat stimmte der Entwurfsplanung und dem ersten Bauabschnitt zu. Frühestens 2021 stehen dann laut Bürgermeister Lohner weitere Mittel für den Bauabschnitt zwei zur Erweiterung der Parkplätze und für den Anbau an die Fahrzeughalle zur Verfügung.