Fasnet Viel Schabernack in Schelklingen

Schelklingen / Renate Emmenlauer 22.01.2019

Bei 57 Gruppen mit 1500 Teilnehmern war der Tag-in-Nacht-Umzug am Samstag in Schelklingen überschaubar groß. Die Verantwortlichen der Narrenzunft „Häfele Hoi“ hatten erneut darauf geachtet, dass die traditionelle närrische Gaudi nicht mehr stundenlang dauert, wegen der familiären Atmosphäre der Straßenfasnet. Es hatte sich gelohnt. Auch das Wetter machte, anders als im vergangenen Jahr, mit.

Hästräger, Musikanten und Kostümierte verbreiteten eine tolle Stimmung, und die vielen Zuschauer, vielfach auch fasnetsmäßig ausstaffiert, hatten ihren Spaß. Alles in allem ideale Bedingungen für die Narrenschar, die mit ansteckender Fröhlichkeit mal Besen reitend, mal Rad schlagend, Seil hüpfend oder auf dem Asphalt rutschend die mit kaum 900 Metern vergleichsweise kurze Umzugsstrecke entlang stoben. Die Narren trieben netten Schabernack, verteilten tonnenweise Konfetti und geizten nicht mit Leckereien und kleinen Schnäpsle.

La-Ola und Schunkelrunden

Von den Zuschauern wurden sie dafür mit La-Ola-Wellen, Schunkelrunden und Beifall belohnt. Die Stadtkapelle führte den bunten Narrenwurm an. Von den Gastgebern präsentierte sich nur jeweils eine Abordnung jeder Gruppe. Voran der riesige Sirgho, die Symbolfigur der „Häfele Hoi“ samt seiner Ureinwohnerfamilie, gefolgt von den Harlandweible, Klabusterelfen, Schellennarren, Aachtalhexen und den Turmgeistern. Die Harlandweible machten nach einigen Jahren im Dornröschenschlaf wieder mit.

Die große Schar der Schelklinger Narrenzunft mit 140 Aktiven konnte sich nicht auf der Straße vergnügen, denn sie schulterte die Arbeit rund ums Fasnetsfest. Rund 200 Helfer seien im Einsatz, berichtete Zunftmeisterin Nicole Brobeil. Ob Feuerwehr, DRK oder Stadtverwaltung und auch die Wenk‘l Fratza aus Oberstadion, die wieder das Kassieren beim Umzug übernommen hatten – alle haben mitgeholfen.

Zudem war die zweite Schelk­linger Narrenzunft Waldhutzla zur Unterstützung beim Umzug mit einem Discozelt dabei. Es war ein gelungenes närrisches Treiben, dem ein Narrenfest in der Stadthalle, in den Partyzelten und im Städtle folgte.

Sauferei und Gewalt haben nichts in der Fasnet zu suchen, vielmehr sollen Brauchtumspflege und Fröhlichkeit im Vordergrund stehen, hatte Zunftmeisterin Nicole Brobeil am frühen Nachmittag beim Zunftmeisterempfang in der Stadthalle gesagt. Bürgermeister Ulrich Ruckh war voll des Lobes für das Engagement der Gastgeber, die am Freitag und Samstag erneut ihr Narrenfest organisiert hatten.

Für die Vertreter der am Umzug teilnehmenden Zünfte gab es beim Empfang ein Mini-Häfele von der „Häfnerstadt“ als Willkommenspräsent. Mini deshalb, weil die Narrenzunft „Häfele Hoi“ auch in diesem Jahr aus den Einnahmen bei der Fasnet eine Spende an den Förderverein für tumor- und leukämiekranke Kinder in Ulm leistet. Dann hieß es für die Zunftvertreter schlemmen bei Schweinebraten und Kartoffelsalat, wieder vom Ehrenzunftmeister Paul Leichtle zubereitet.

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