Allmendingen Viel Lob für "Nachtumzug der Musik" in Allmendingen

Mit den Mädchen trieben die Narren so manchen Schabernack.
Mit den Mädchen trieben die Narren so manchen Schabernack.
Allmendingen / RENATE EMMENLAUER 27.01.2014
Mit einem "Nachtumzug der Musik", Wertungsspielen am Nachmittag und einer grandiosen Musikparty in der Festmeile hat die Narrenzunft Allmendingen den 33. Geburtstag ihrer Zigeunerkapelle gefeiert.

Die Stimmung hätte beim Nachtumzug der Allmendinger Narrenzunft am Samstag nicht besser sein können. Wohl auch wegen der Temperaturen, die mehrere Grad über Null lagen. "Oft war das Quecksilber hier schon im zweistelligen Minusbereich. Da ist es heute richtig warm und vor allem trocken", freute sich ein Grüppchen Zuschauer, das sich schon einige Zeit vor Umzugsbeginn am Straßenrand positioniert und mit Glühwein und Bratwurst versorgt hatte. Die einen oder anderen Besucher brachten sich schon mal mit Fasnetsliedern, Schunkeln und urigen Gymnastikübungen in Stimmung.

Mit kleiner Verspätung setzte sich der Narrenzug dann in Bewegung. Alwin Bühner heizte vom ersten Sprecherwagen aus gehörig ein. Die Zigeunerkapelle, wie könnts auch anders sein, führte die farbenfrohe Narrenschar an. Zum einen, weil es beim Nachtumzug so Tradition ist, zum anderen, weil die Kapelle in diesem Jahr ihr närrisches Jubiläum - ihr 33-jähriges Bestehen - feiert. Übrigens absolviert die Zigeunerkapelle in dieser Fasnetsaison wieder rund 20 Auftritte. Mit von der Partie waren beim "Nachtumzug der Musik" alle fünf Musikergruppen, die sich beim Wertungsspiel am Nachmittag der Jury gestellt hatten.

Während die Musikanten mit Elan und sichtlichem Spaß für den rechten Ton bei dem närrischen Umtrieb sorgten, brauchten die Hästräger teilweise etwas länger, um voll auf Touren zu kommen. Die Schmiechener Stoiböck präsentierten erneut eine Waldidylle, die Narrenzunft Häfele Hoi aus Schelklingen war mit einem stattlichen Haufen aus ihren Gruppen vertreten. Deren Schellennarren drückten den Zuschauern mit Vorliebe Stempelabdrucke ins Gesicht. Mit ihrem Hexenhub ließen die Waldschrath aus Donzdorf Mädchen auf den Besen in luftiger Höhe tanzen. Die eine oder andere junge Dame wurde danach in den rollenden Kessel gesteckt und gehörig mit Konfetti eingeseift. So manches Mädchen wurde huckepack auf den Schultern von fürchtigen Gesellen entführt.

Tonnenweise Konfetti landete auf den Zuschauern, meist ins Haar gerieben. Ärgerlich war, dass manche Narren anstelle von Papierkonfetti kleine Holzspäne einsetzten, die sich in den Haaren und in der Kleidung festsetzten. Mehrheitlich trieb das Narrenvolk mit dem Publikum aber liebenswerten Schabernack. Für die Kinder gab es Bonbons und andere Leckereien.

Mehrere Stunden dauerte der Straßenklamauk. Die örtliche Feuerwehr hatte das Absperren der Straßen übernommen, das DRK war für den Fall eines Ernstfalles vor Ort und das THW Ehingen leuchtete erneut die Umzugsstrecke aus.

Nach dem Nachtumzug, der reihum Lob einfuhr, füllten sich die Turnhalle und das große Partyzelt davor. Die Festmeile war perfekt organisiert; Imbissstände und Toiletten waren gut vorhanden. Die Mitarbeiter von Trust Management sorgten mit starker Präsenz dafür, dass die mehreren tausend Partygänger friedlich feiern konnten.