Hauptversammlung VfL auf der Suche nach einem Kassier

Das letzte Bild eines kompletten VfL-Vorstands gab es 2016. Dann fielen die stellvertretenden Vorsitzenden Daniel Roth und Franziska Hess (von links) weg, nun hört auch Kassier Jürgen Tiehs auf (zweiter von rechts). Es bleiben Hellmut Hummel, Stellvertreter Philipp Schaible und Schriftführer Harald Ertle.
Das letzte Bild eines kompletten VfL-Vorstands gab es 2016. Dann fielen die stellvertretenden Vorsitzenden Daniel Roth und Franziska Hess (von links) weg, nun hört auch Kassier Jürgen Tiehs auf (zweiter von rechts). Es bleiben Hellmut Hummel, Stellvertreter Philipp Schaible und Schriftführer Harald Ertle. © Foto: Doris Moser/Archiv
Andreas Hacker 14.04.2018

Es war als Lob gemeint, damals vor einem Jahr bei der Hauptversammlung des VfL Munderkingen, als Waldemar Schalt als stellvertretender Bürgermeister den VfL-Vorsitzenden Hellmut Hummel würdigte: Hummel leiste gute Arbeit, sagte Schalt unter dem Beifall der Versammlung und fügte an, der Vorsitzende kümmere sich „nicht nur um angenehme Dinge, sondern auch um das Unangenehme“. So wie jetzt: Knapp eine Woche vor der Hauptversammlung 2018 steht Hummel voraussichtlich ohne Kassier da.  Der zweite und dritte Stellvertreter sind ihm ja schon zuvor abhanden gekommen.

„Wir haben da ein Problem“, sagt Hellmut Hummel mit Blick auf die am kommenden Freitag im Rössle anstehenden Neuwahlen des VfL-Vorstands. Denn sein bisheriger Kassier Jürgen Tiehs kann nicht weitermachen, wie Hummel zugibt: Er leitet inzwischen die Geschäftsstelle der Donau-Iller-Bank in Erbach und hat sich auch privat aus dem Raum Munderkingen verabschiedet.  Und die Suche nach möglichen Nachfolgern ist bisher ergebnislos verlaufen. „Ich hab’s über die Banken versucht, über die Stadt und über die VG“, erzählt Hummel. Mit dem Ergebnis, dass er zwar überall auf Verständnis getrofffen sei, aber ohne Bewerber blieb.

Der Kassier eines Vereins mit zwölf Abteilungen und knapp 2000 Mitgliedern sei nun nicht unbedingt ein Job, auf den man schon immer gewartet habe, sagt Hummel mit der Ironie des Geprüften. Doch es werde einem auch geholfen, und außerdem habe der VfL mit seiner bezahlten Kraft in der Geschäftsstelle eine Infrastruktur, die einem viel abnehme. Er sei gespannt, sagt Hummel, wie das weitergehe; nach der Satzung brauche der Verein einen Kassier. Was ihn hoffen lässt, ist das rege Vereinsleben in Munderkingen: „Irgendwie schaffen wir das immer.“ Wenn sich in den nächsten Tagen jemand bereit erkläre, sei das eine große Hilfe.

Ein zweites Problem hat der VfL mit der EU-Datenschutzgrundverordnung, die zur Umsetzung ansteht und eine Regelung verlangt, wie mit personenbezogenen Daten – in der Regel Namen und Bild – bei Veröffentlichungen des Vereins umgegangen werden soll. Mit einem Einschub in den Aufnahmeantrag soll eine Lösung für Neumitglieder gefunden werden, außerdem arbeitet der VfL mit dem Landesssportbund an einer Regelung für den Bestand. Als erster Schritt soll am Freitag eine Anpassung an die Satzung beschlossen werden.

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