OB-Wahl „Dialog-Tour“: Verkehr und Vereinszuschüsse angemahnt

Ehingen / Christina Kirsch, Stefan Bentele 02.09.2018
Alexander Baumanns „Dialog-Tour“ führt ihn am Samstag durch die Pfarrei, am Freitag besucht er unter anderem Frankenhofen.

Bei Leberkäswecken und Apelsaftschorle hat Alexander Baumann, Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl in Ehingen, am Samstagmittag vor der Metzgerei Betz in Kirchbierlingen mit 15 Bürgern aus dem Ort gesprochen. Der Termin war Teil seiner „Dialog-Tour“, die ihn durch die Pfarrei führte, begleitet von seiner Frau Gisela.

„Schade, dass Sie am Samstag kommen“, sagte Ortsvorsteherin Bärbel Kräutle zu Baumann, denn so entgehe ihm ein Eindruck der Verkehrssituation. Zwar sei der viele Verkehr auch mit den Arbeiten an der Donaubrücke in Rottenacker zu erklären, der Lkw-Verkehr aber konstant hoch.

Zum Verkehrsaufkommen selbst äußerte sich der OB-Kandidat wie schon auf seinen Etappen zuvor: „Da sind wir alle dran beteiligt.“ Die Lkw führte er auf den Gütertransport zurück, was für eine wirtschaftlich gesunde Region spreche. Er könne heute nicht sagen, er löse das Problem. „Da sehe ich keinen Ansatz.“

Auch zu Gerüchten, wonach ein Käufer für das Gebäude des ehemaligen Gasthofs Ochsen gefunden sei, äußerte sich Baumann. Ja, es gebe einen Interessenten, der derzeit einen Kauf prüfe. Entschieden sei nichts, das werde gegebenenfalls der Gemeinderat tun, „wir prüfen dann, ob das zu uns passt“.

Weiteres Thema war die Vereinsförderung der Stadt, die im Zuge der Haushaltskonsolidierung bereits 2003 um zehn Prozent abgesenkt worden war. „Da ging’s uns nicht gut“, sagte Baumann, damals Finanzbürgermeister. Auf Anregung von Reinhold Schick, die Zuschüsse nun wieder anzuheben, sagte Baumann: „Ich mache hier keine Versprechungen“, aber man könne das erwägen. Ortsvorsteherin Kräutle sprach auch die Arbeiten an der Mehrzweckhalle an. „Da gibt’s noch mehr zu tun“, auch mit Blick auf das Kreismusikfest 2019, das in Kirchbierlingen stattfinden wird. „Wir haben das im Blick“, sagte Baumann.

In Altbierlingen kamen gut ein Dutzend Besucher mit Baumann ins Gespräch, ein Thema war der Hochwasserschutz. Baumann zufolge ist die Maßnahme im Haushaltsplan aufgenommen. In Berg, Baumanns letzter Etappe am Samstag, wünschen sich einige Bürger – 20 waren gekommen – im Neubaugebiet einen Kreisverkehr. „Das ist eine Kreisstraße und die Voraussetzungen sind an dieser Stelle nicht erfüllt“, sagte Baumann. Auch der Vorschlag, das Ortsschild zu versetzen, um den Verkehr vom Ernsthof her abzubremsen, ist laut Baumann nicht ohne Weiteres möglich.

Zugewachsene Entwässerungsgräben und eine nicht überall vorgenommene Kanalreinigung waren weitere Punkte. Sechs Mitglieder der Berger Feuerwehr mahnten, dass deren Ausrüstung älter als 20 Jahre sei. „Die Ausrüstung wird nicht besser, aber die Einsätze mehr“, sagte Markus Scheuing. „Wir müssen gucken, dass wir eine schlagkräftige Feuerwehr haben“, sagte Baumann.

Bereits am Freitag war der OB-Kandidat in Frankenhofen, Dächingen und Altsteußlingen unterwegs gewesen. In Frankenhofen etwa scheint die Welt in Ordnung, so haben ehrenamtliche Helfer das Musikerheim hergerichtet. Sorgen machen sich die Frankenhofener um die Zukunft der Grundschule. Das liege aber nicht in den Händen der Stadt, betonte Baumann. Auch auf der Alb war die Verkehrsbelastung Thema, ebenso Leerstände im Ort.

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