Tradition Vereine, Brauerei und Besucher feiern Ulrichsfest

Ehingen-Berg / Renate Emmenlauer 09.07.2018

In Scharen strömten Besucher in den vergangenen Tagen zum Ulrichsfest nach Berg. Das Erfolgsrezept der Großveranstaltung: Vereine und Berg-Brauerei packen in Erinnerung an den Initiator Ulrich Zimmermann gemeinsam mit an. Der damalige Brauereibesitzer hatte das Fest 1911 aus Anlass des Kirchenpatroziniums vom Berger Käppele geboren. „Hier spürt man den Gemeinschaftsgeist und das Heimatgefühl“, sagt Monika Ulrich, die jedes Jahr aus Biberach anreist. Otto Schwer aus Ulm konnte dem nur zustimmen: „Das Fest ist toll, familiär – und trotzdem breit gefächert.“

Einblicke in oft vergessenes altes Handwerk bot der Ulrichsmarkt, wo Besucher Kunsthandwerkern über die Schultern schauen oder den Holzfass-Genussmarkt besuchen konnten.  Als Renner beim Holzfassmarkt erwiesen sich die aromatischen „Craft-Biere“ der Berg-Brauerei, die in Fässern, in denen zuvor Wein, Rum oder Whiskey gelagert worden war, heranreiften. Historische Gepflogenheiten erlebten die Festlesgänger beim geselligen Lagerleben auf dem Burghof mit Schwertkampf, Feuerspucken, Malzwettschroten und mehr.

Hunderte von Radausflüglern machten beim Ulrichsfest Halt und bekamen zur Belohnung ein Freibier gereicht. Umrahmt wurde der zwanglose Festumtrieb mit beschwingter Blasmusik, Partysound bei der Donau3Fm-Party und Schwobasound mit den „Pommfritz“. Auch die kleinsten Festbesucher kamen bei der Kindererlebniswelt, Mitmachzirkus, Kistenstapeln oder im großen Sandkasten auf ihre Kosten. Die Berg-Brauerei veranstaltete gestern und am Samstag einen „Tag der offenen Tür“. Viele ergriffen die Gelegenheit. Gewinnspiele, Live-Übertragung der WM-Viertelfinalspiele und weitere Attraktionen rundete das Fest ab.

Den Fassanstich am Samstagnachmittag vollzog die CDU-Bundestagsabgeordnete Ronja Kemmer. Für die Politikerin eine Premiere. Sie kalkulierte zwischen drei und 30 Schläge ein, schaffte es allerdings schließlich, mit fünf Schlägen den Zapfahn ins Fass zu treiben.

Brauereichef Uli Zimmermann lud Ehrengäste und Besucher anschließend zu Freibier ein. Er nannte als Leitgedanken der Brauerei die Transparenz: „Wer seine Arbeit mit Leib und Seele macht, lässt auch gerne andere draufschauen“ und verwies damit auf die Besichtigungen in der Brauerei und im historischen Brauereigewölbe.

Ein Besen zum „auskehren“

Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch lobte das Bier der Brauerei. „Das passt zu meiner Leidenschaft, der Regionalität.“   Besenmacher Matthäus Steinhart erlaubte sich einen Spaß und schenkte der Staatssekretärin noch einen großen Besen, „damit Sie mal ordentlich den Landtag auskehren können“. Vorort war auch die Hopfenkönigin aus Tettnang samt ihren zwei Prinzessinnen.

Info Heute Nachmittag, von 14 Uhr an, stehen beim Kinderfest die kleinsten Festbesucher im Mittelpunkt. Um 17 Uhr spielt die Veteranenkapelle aus Allmendingen im Brauereigarten. Den Festausklang im Festzelt übernehmen die „Wilden Donaumusikanten“.

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