Der Sturm ist schuld: In den 97 Jahren seit Gründung der Narrenzunft Obermarchtal konnte der Schlossgeist am Fasnetsmontag zum zweiten Mal in der Geschichte der Zunft nicht verbrannt werden. „Es wäre zu gefährlich gewesen“, sagt Zunftmeister Florian Siegle. Da die Schlossgeistverbrennung aber ein essentieller Bestandteil der Fasnet sei, wurde das Verbrennen nun auf Sonntag verschoben, wenn die Fackeln und Funken brennen, allerdings ohne Häser und Masken, denn die sind nur zwischen Dreikönig und Aschermittwoch erlaubt. Heute, Samstagvormittag, werden im Ort die Fasnetswimpel abgehängt und im selben Zuge wird auch der Schlossgeist wieder etwas in Schuss gebracht – das mit Stroh und Holz gefüllte und mit Papier umkleidete Gestell ist etwas sturmbeschädigt und steht schon auf dem Grundstück, wo morgen dann um 18 Uhr die Verbrennung stattfindet (Treffpunkt 17.50 Uhr Narren-Molke). Zuvor wird nochmals Gericht gehalten über die Schandtaten des Schlossgeistes. Nach dem Verbrennen wird die Narren-Molke geöffnet; dort gibt es ein Kartoffel- und Käseessen.