Jubiläum Neujahrsempfang der Ehinger Kolpingsfamilie: Verantwortung übernehmen

Ventur Schöttle (links) und Karl Traub (rechts) referierten schon viele Male im Kolpingshaus, für Manuel Hagel (zweiter von rechts) war es eine Premiere. Hans Aierstok  (zweiter von links) hat den Neujahrsempfang zum 50. Mal organisiert.
Ventur Schöttle (links) und Karl Traub (rechts) referierten schon viele Male im Kolpingshaus, für Manuel Hagel (zweiter von rechts) war es eine Premiere. Hans Aierstok  (zweiter von links) hat den Neujahrsempfang zum 50. Mal organisiert. © Foto: Emmenlauer
Ehingen / Von Renate Emmenlauer 08.01.2018
90 Parteigenossen und Kolpianer füllten den Saal im Ehinger Kolpingshaus zum 50. Neujahrsempfang. Organisator Hans Aierstok wurde als Geburtshelfer, Vater und fürsorglicher Schaffer benannt.

Beim Neujahrsempfang der Ehinger Kolpingsfamilie am Sonntag hatte als erster Hans Aierstok das Wort. Was ihm auch gebührte. Denn der CDUler und Kolpianer hatte einst mit Helfern den ersten Empfang an Dreikönig initiiert und seitdem federführend organisiert. „Ich kann mich noch gut an die Premiere erinnern, bei der Ventur Schöttle das Referat gehalten hat“, erinnerte Aierstok. Auch Weggefährte Karl Traub sei regelmäßig als Redner dabei gewesen.

Premiere für Manuel Hagel

„Für Manuel Hagel ist es heute eine Premiere. Wir hatten oft schon harte politische Debatten bei unserem Frühschoppen. Mal sehen, was uns diesmal erwartet“, meinte der umtriebige CDUler. Zu Hans Aierstok sagte Manuel Hagel: „Du bist für diese wichtige Institution Geburtshelfer, Vater, fürsorglicher Schaffer und Motor. Menschen wie du tragen die Grundwerte von Adolf Kolping im Herzen und nach außen.“ Zu seiner Einladung als Referent betonte der junge CDU-Landespolitiker: „Es ist eine Ehre für mich und macht mich auch demütig.“

Weil für ihn die christlich-demokratischen Werte auch politisch untrennbar mit der Wegrichtung Adolf Kolpings verbunden seien, der Neujahrsempfang der Kolpingfamilie zudem seit 50 Jahren guter Brauch sei, wolle er sich dem Priester, Vordenker und Praktiker widmen. „Adolf Kolping war ein Mann mit Herz und Verstand, ein Wegbereiter und Ideengeber, ein Mann der am Schicksal seiner Mitmenschen teilgenommen und für eine Verbesserung der Zustände selbst die Ärmel hochgekrempelt hat. So wie Adolf Kolping den katholischen Gesellenverein gegründet hat, um Verantwortung für die Menschen zu übernehmen, so erwarte ich das von mir und meinen Mitmenschen. Vor allem wir Politiker dienen den Menschen“, betonte Manuel Hagel. Er stehe für einen gerechten Staat und keinen reinen „Versorgungsstaat“. Der Politiker rückte die wertvolle Rolle der Familie in den Fokus der christlichen-demokratischen Politik, „denn eine funktionierende Familie ist durch nichts ersetzbar“ und schloss seine Ansprache mit dem Zitat „Wer Mut zeigt, macht anderen Mut. Treu Kolping.“

Feuertaufe bestanden

Minutenlanger Applaus folgte.„Lieber Manuel, Du hast die Feuertaufe bestens bestanden“, lobte Hans Aierstok. Und Ventur Schöttle sagte: „Ich darf Dich für dieses wertvolle Referat beglückwünschen. Wenn Du in der Landespolitik nur einen kleinen Teil von dem umsetzt, was Du hier angesprochen hast, wäre das perfekt.“

In der anschließenden Diskussion nahm Manuel Hagel zu Fragen, Anmerkungen und Kritik über Innere Sicherheit, Zunahme der AfD, Bürgernähe in Ehingen sowie zur die Flüchtlingsfrage und dem Einwanderungsgesetz Stellung. Ebenso wurden die Freiflächensolaranlagen bei Ehingen angesprochen, Stuttgart 21, die afrikanische Schweinepest oder auch die Politikverdrossenheit der jungen Menschen.

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