Jubiläum VdK Rottenacker feiert 70-Jähriges

Rottenacker / MARIA BLOCHING 01.10.2018
Vor 70 Jahren ist der VdK-Ortsverband Rottenacker gegründet worden. Bei der Feier loben Ehrengäste den Einsatz.

Vor 70 Jahren, genau am 3. September 1948, waren im Gasthaus Löwen in Rottenacker drei junge Männer zusammengekommen. Sie hatten den Zweiten Weltkrieg überlebt und gründeten den Verein für Kriegsbeschädigte, Arbeitsinvaliden und Hinterbliebene (KAH) – einen Vorgänger des VdK. Fritz Walter, seit fast 20 Jahren Vorsitzender des Rottenacker VdK-Ortsverbands, erinnerte beim Jubiläumsabend in der Festhalle an diese Gründungsväter, die allesamt traumatisiert und kriegsbehindert Hilfe zur Selbsthilfe in einer starken Organisation gesucht hatten. Der Monatsbeitrag betrug 70 Pfennig. Bereits 1952 zählte der Ortsverband 88 Mitglieder, heute sind es 130.

Ehrenamt spielt wichtige Rolle

Von Anfang an sei klar gewesen, sagte Walter, dass „nur ein starker Verband etwas erreichen kann. So ist es auch noch heute.“ Nach und nach setzte ein Wandel von den Anliegen der Schicksalsgenossen zu vielfältigen Anforderungen und Aufgaben einer sozial­politischen Organisation ein. Jürgen Neumeister, Vizepräsident des VdK-Landesverbandes, hob das Ehrenamt hervor, das im VdK mit mehr als 1,9 Millionen Mitgliedern in ganz Deutschland eine wichtige Rolle spiele, und bezeichnete die Ortsverbände als Fundament. „Soziale Gerechtigkeit zeigt sich nicht nur in der großen Politik durch staatliche Sozialleistungen und finanzielle Unterstützung, sie beginnt im persönlichen Umfeld, vor der eigenen Haustür, in den Gemeinden und Städten.“ Für Neumeister steht der VdK seit Gründung für eine wachsame und kämpferische Begleitung der Politik im Namen der sozial Schwächeren.

Immer am Menschen orientiert

Auch die CDU-Bundestagsabgeordnete Ronja Kemmer lobte den Einsatz des VdK, der „immer am Menschen orientiert“ sei. Und der CDU-Landtagsabgeordnete Manuel Hagel  nahm das Jubiläum zum Anlass, die Gründungsidee hervorzuheben. Der Wunsch nach Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität sei groß gewesen und habe sich in einem christlichen Menschenbild gebündelt. Hagel bezeichnete den VdK als „große gesellschaftliche Klammer, die die Menschen zusammenhält, Orientierung, Halt und Würde gibt“.

Bürgermeister Karl Hauler lobte den „Dienst am Menschen“ beim VdK, der nach wie vor attraktiv sei, wie die steigenden Mitgliederzahlen verdeutlichten. Der VdK Rottenacker sei mit der Zeit gegangen und habe sich neuen Aufgaben und Problemen aktiv gestellt. Ein Grußwort schickte auch SPD-Landesvorsitzende Leni Breymeier, die ihre Wurzeln in Rottenacker hat. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von Tatjana von Sybel an der Harfe.

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Sozialverband ehrt langjährige Mitglieder

Ehrungen Der VdK-Kreisvorsitzende Siegfried Ritscher nahm die Ehrungen langjähriger Mitglieder vor. 10 Jahre dabei sind Willi Kohnle, Erwin Stark, Ruth Stark, Wolf-Dieter Walter und Reinhold Werner. Für 25 Jahre erhielten Ursula Fues, Gertrud Bosler und Fritz Bosler das goldene Treueabzeichen. Für besondere Dienste im Vorstand wurden Fritz Bosler (seit 15 Jahren zweiter Vorsitzender) mit der silbernen Ehrennadel und Elise Hugger (seit 21 Jahren Kassiererin) mit der goldenen Ehrennadel des Bundesverbandes ausgezeichnet.

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