Unterwachingen Unterwachingen will Regenwasser bändigen

Unterwachingen / SWP 18.07.2018

Das Regenwasser, das in Unterwachingen über die Straße am Pfarrgarten in die Kirchstraße läuft, soll nun gebändigt werden. Der Gemeinderat hat jetzt einen ersten Bauabschnitt beschlossen. In der Kirchstraße sollen Schächte gesetzt werden und das Wasser in den bestehenden Regenwasserkanal in Richtung Westen abgeleitet werden, berichtet Bürgermeister Hans Rieger. Die Ausschreibung soll rasch erfolgen, die Arbeiten sollen in der nächsten Sitzung vergeben werden.

Dies kostet etwa 60 000 Euro, wie Stefan Schranz vom gleichnamigen Ingenieurbüro in Bad Saulgau im Rat darlegte. Rieger erhofft sich dazu einen Zuschuss. Schranz hatte zuvor die Planung vorgestellt, die aufwendige Baumaßnahmen mit Gesamtkosten von rund 400 000 Euro vorsieht. Denn bei Starkregen komme es immer öfters vor, dass das Hangwasser mit Schmutz und Geröll versehen über die genannten Straßen läuft. Das Wasser steht dann auf der Straße und gefährde den Verkehr, aber auch die Kirche und das Pfarrhaus. Außerdem läuft das Wasser in die Kläranlage und verursacht dort sehr hohe Reinigungskosten.

Nun sei, erläuterte Schranz, ein Einlaufbauwerk oberhalb der Straße „Am Pfarrgarten“ nötig,  das das viele Wasser aufnehmen kann. Der Einlauf müsse auch Steine und Äste auffangen. In der Straße muss dann ein ausreichend großer Regenwasserkanal verlegt werden. Rieger fügte hinzu, dass dann auch alle Wasser-, Abwasser und Stromleitungen erneuert werden müssten.

Die Planung der Wasserableitung sei auch mit dem Kirchengemeinderat abgestimmt worden, dieser habe bereits zugestimmt, auch, weil auch das Pfarrhaus und eventuell die Kirche an die neue Abwasserleitung angeschlossen würden. Ist die Leitung verlegt, will die Kirchengemeinde den Platz beim Pfarrhaus neu herrichten. Die Bauabschnitte zwei und drei sollen dann in den nächsten Jahren folgen.

Schrittweise will die Gemeinde auch an der Straße „Am Tobelbach“ vorgehen. Dort war an mehreren Kontrollschächten Wasser aufgetaucht, das dort nicht sein sollte. Dafür kämen mehrere Ursachen in Frage, erklärte Ingenieur Schranz. Um dem auf den Grund zu gehen, sollten zuerst Schächte freigelegt werden, um eine Kanalbefahrung starten zu können. Ferner sollen Wasserproben entnommen werden, um eventuell zu erkennen, woher das Wasser stammt.

Jedenfalls könne die Situation nicht bleiben, meinte der Bürgermeister, es drohten Aushöhlungen und Absenkungen oder gar Fremdwasser in den Kellern.   Nach den beschriebenen Maßnahmen werde der Gemeinderat dann weiter beraten.

Erfreulich ist, dass die Jahresrechnung 2017 mit einem Überschuss in Höhe von 31.808,55 € abschließt und der Schuldenstand von 666,62 € zu Beginn des Jahres 2017 auf 495,07 € pro Einwohner zum Ende des Jahres gesenkt werden konnte.

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